"Königsbrücker muss leben": Party-Demo gegen Mega-Ausbau in der Dresdner Neustadt

Dresden - Seit 2011 kämpft die Bürgerinitiative (BI) "Die Königsbrücker muss leben" um einen aus ihrer Sicht stadtteilverträglichen Ausbau der Neustadt-Schneise - nun nimmt ihr Kampf eine neue Dimension an!

Die Demonstranten zeigten, wie breit die Königsbrücker Straße nach dem aktuell beschlossenen Stand ausgebaut werden soll.
Die Demonstranten zeigten, wie breit die Königsbrücker Straße nach dem aktuell beschlossenen Stand ausgebaut werden soll.  © Norbert Neumann

Lange Zeit agierte die Bürgerinitiative im eher kleinen Rahmen. Doch unter dem Motto "Stadt muss leben" demonstrierten nun erstmals alle relevanten Klimaschutz-Initiativen Dresdens gemeinsam.

So hatten unter anderem Greenpeace, Fridays für Future und Dresden Zero zu der Demo am gestrigen Freitag aufgerufen.

"Vor einigen Monaten sind mehrere Initiativen auf uns zugekommen", sagt Martin Schulte-Wissermann (50) von der BI.

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Demnach stehe der Umgang mit dem geplanten vierspurigen Ausbau der Königsbrücker Straße exemplarisch für die aktuell drängenden Fragen wie Klimaschutz und Verkehrswende.

Will einen stadtteilverträglichen Boulevard mit möglichst wenigen Autos: Martin Schulte-Wissermann (50) von der Bürgerinitiative.
Will einen stadtteilverträglichen Boulevard mit möglichst wenigen Autos: Martin Schulte-Wissermann (50) von der Bürgerinitiative.  © Norbert Neumann
Fast alle Dresdner Klima-Initiativen protestierten am Freitag zusammen.
Fast alle Dresdner Klima-Initiativen protestierten am Freitag zusammen.  © Norbert Neumann

"Wenn wir unser Klima schützen wollen, ist es eine schlechte Idee, hier 121 gesunde Bäume zu fällen. Wenn wir die Verkehrswende wollen, dürfen wir nicht absichtlich mehr Verkehr provozieren", so Schulte-Wissermann.

Titelfoto: Norbert Neumann

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