Für den Bröckel-Brunnen in der Dresdner Neustadt sprudelt jetzt das Geld

Dresden - Seit 20 Jahren sprudelt der östliche Kracht-Brunnen auf dem Neustädter Markt nicht mehr. Doch das wird sich nun ändern. Dank einer Förderung des Freistaats kann die Sanierung des maroden Denkmals im kommenden Jahr beginnen. Das freut auch die Familie von Künstler Friedrich Kracht (1925-2007).

Sachsens Landeskonservator Alf Furkert (57, r.) hat Baubürgermeister Stephan Kühn (43, Grüne) am Mittwoch den Fördermittelbescheid übergeben.
Sachsens Landeskonservator Alf Furkert (57, r.) hat Baubürgermeister Stephan Kühn (43, Grüne) am Mittwoch den Fördermittelbescheid übergeben.  © Norbert Neumann

"Ich habe immer dran geglaubt, dass er wieder sprudeln wird", sagt Krachts Witwe Karin (75). Auch Tochter Jakoba Kracht-Rehn (59) ist "sehr glücklich, dass der Brunnen noch eine Chance bekommt".

Sie sei überrascht, dass es auf einmal so schnell geht. Die Sanierung soll im Mai 2023 starten und im Frühjahr 2024 abgeschlossen sein.

Danach soll der Brunnen wieder in seinem ursprünglichen Programmablauf mit Unterwasserbeleuchtung und sieben verschiedenen Wasserbildern sprudeln.

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Die Freude ist auch bei Baubürgermeister Stephan Kühn (43, Grüne) groß: "Die halbe Million Euro Fördermittel ist das Geld, das wir brauchen, um loslegen zu können."

Den Großteil der Kosten von 1,87 Millionen Euro finanziert die Stadt aus eigener Tasche. Diese seien "knapp kalkuliert" und davon abhängig, wie viele Teile des Originals wiederverwendet werden können.

Karin Kracht (75, l.) und Jakoba Kracht-Rehn (59) freuen sich, dass der Brunnen endlich saniert wird.
Karin Kracht (75, l.) und Jakoba Kracht-Rehn (59) freuen sich, dass der Brunnen endlich saniert wird.  © Norbert Neumann

Der westliche Brunnen sprudelt übrigens bereits nächstes Jahr wieder. Für dessen notwendige Sanierung fehlt derzeit aber noch das Geld.

Titelfoto: Norbert Neumann

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