Livestream statt Menschenkette: Dresden bangt vor Nazi-Aufmarsch

Dresden - Seit 2010 schützen jährlich etwa 10.000 Bürger in einer Menschenkette die Dresdner Altstadt symbolisch vor den immer wieder stattfindenden Nazi-Aufmärschen. Dieses Jahr fällt die Menschenkette wegen Corona aus. Haben Nazis freie Bahn?

Seit 2010 schützt eine Menschenkette die Dresdner Innenstadt. Dieses Jahr fällt die Aktion aus.
Seit 2010 schützt eine Menschenkette die Dresdner Innenstadt. Dieses Jahr fällt die Aktion aus.  © Hendrik Schmidt/dpa

"Ich bitte die Dresdner, in diesem Jahr aufgrund der besonderen Situation zu Hause zu bleiben und gemeinsam mit mir und der AG 13. Februar symbolisch der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken", sagt OB Dirk Hilbert (49, FDP). So ist ein Livestream aus dem Kulturpalast geplant.

Dennoch ist ein Nazi-Aufmarsch weiter denkbar.

In den sozialen Medien wurde für den 13. Februar mobil gemacht.

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Das Bündnis "Dresden Nazifrei" stellt sich dem entgegen. Der Stadt liegen momentan fünf Anmeldungen aus dem kompletten politischen Spektrum vor.

Weil trotz Corona Nazis marschieren wollen, organisiert sich auch der Gegenprotest.
Weil trotz Corona Nazis marschieren wollen, organisiert sich auch der Gegenprotest.  © Str./dpa

Aktuell setzt die sächsische Corona-Verordnung strenge Maßgaben für Demos.

Bei einem Inzidenzwert von über 200 sind Versammlungen auf maximal 200 Teilnehmer begrenzt.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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