Mach's gut, alte Keule! Herkules-Abriss hat begonnen und wird wahrscheinlich teurer

Dresden - Tschüss, alte Keule! Der lange beschlossene Abriss der alten Herkuleskeule am Sternplatz wird seit ein paar Tagen Realität.

Jetzt geht es der alten Herkuleskeule auch von außen sichtbar an den Kragen.
Jetzt geht es der alten Herkuleskeule auch von außen sichtbar an den Kragen.  © Steffen Füssel

Nachdem bereits am 18. Oktober mit den ersten Entkernungsarbeiten im Inneren begonnen wurden und die Einrichtung sowie die nicht-statischen Einbauten entfernt wurden, geht es jetzt auch der Gebäudehülle an den Kragen.

Ein Anblick, bei dem sicher dem einen oder anderen Dresdner das Herz bluten wird. Denn viele verbinden mit dem Gebäudekomplex unzählige Erinnerungen an Besuche des berühmten Kabaretts, das hier über 50 Jahre seine Spielstätte hatte. 2017 erfolgte der Umzug in den "Kulti".

Bis Jahresende läuft nun der Abriss der alten Keule, an die künftig laut Stadtratsbeschluss "in geeigneter Weise analog und digital erinnert" werden soll. Außerdem soll die "Formsprache der Ursprungsbebauung" bei den Neubauten gewürdigt werden, die auf der Fläche entstehen werden.

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Gebaut werden sollen insgesamt etwa 55 Wohnungen, ein Großteil davon durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft WiD.

Seit 2017 steht vor dem Gebäude am Sternplatz niemand mehr Schlange.
Seit 2017 steht vor dem Gebäude am Sternplatz niemand mehr Schlange.  © Steffen Füssel
Für den Abriss braucht es mehr als eine Keule.
Für den Abriss braucht es mehr als eine Keule.  © Marco Dziallas
So sah es zuletzt in der alten Herkuleskeule aus.
So sah es zuletzt in der alten Herkuleskeule aus.  © Marco Dziallas
Vor vier Jahren ist das Ensemble der Herkuleskeule in den Kulti umgezogen.
Vor vier Jahren ist das Ensemble der Herkuleskeule in den Kulti umgezogen.  © Ove Landgraf

Spannend bleibt die Frage, was der Abriss am Ende kosten wird. Das Rathaus geht zunächst von etwa einer halben Million Euro aus. Weil allerdings unklar ist, wie hoch die Schadstoffbelastung ist und was die Schutt-Entsorgung kosten wird, wird es wohl mehr als doppelt so teuer.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel, Marco Dziallas

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