Margon Arena droht der Total-Abriss

Dresden - Nach 22 Jahren hat die Margon Arena eine Sanierung dringend nötig. Und das betrifft nicht nur das seit Jahren undichte Dach, unter dem Wannen das eintretende Regenwasser auffangen.

Bürgermeister Peter Lames (55, SPD) will die Arena gern erweitern.
Bürgermeister Peter Lames (55, SPD) will die Arena gern erweitern.  © Thomas Türpe

Auch die Böden und die gesamte Haustechnik müssen erneuert werden. Im Rathaus will man die Arbeiten zum Anlass nehmen, gleich die ganze Halle einer Frischzellenkur zu unterziehen.

Doch eine der Sanierungsvarianten sieht sogar den Totalabbruch vor. Dafür hat die Stadtverwaltung eine Entwicklungsstudie erstellen lassen, die gestern vorgestellt wurde. Demnach gibt es drei mögliche Varianten.

Eine ist die bloße Sanierung und Behebung der Mängel im Bestand. Die zweite Variante ist ein Um- und Ausbau der vorhandenen Halle, wodurch unter anderem mehr Besucher darin Platz hätten. Variante Drei wäre ein Totalabriss mit anschließendem Neubau.

Die Vorzugsvariante der Stadt ist eine Sanierung und Erweiterung. Dabei ist an der südwestlichen Giebelseite ein Erweiterungsneubau mit weiteren Sportflächen vorgesehen. Statt der jetzigen drei Nebenhallen soll es dann vier neue Trainingsflächen geben, über denen ein VIP-Bereich für rund 450 Personen eingerichtet wird.

Südlich davon ist eine große Außenterrasse vorgesehen. Im Untergeschoss wäre Platz für Physiotherapie, Regeneration und Reha. Ein weiterer Anbau an der nordwestlichen Fassade bietet Platz für Büros und die Pressestelle. "Das ist ein guter Kompromiss zwischen den Wünschen, die es für die Halle gibt", sagt Sportbürgermeister Peter Lames (55, SPD).

Die Margon Arena muss nach 22 Jahren saniert werden.
Die Margon Arena muss nach 22 Jahren saniert werden.  © Thomas Türpe
So könnte die umgebaute Halle einmal aussehen.
So könnte die umgebaute Halle einmal aussehen.  © Stesad
Das undichte Dach wurde vor einem Jahr provisorisch repariert.
Das undichte Dach wurde vor einem Jahr provisorisch repariert.  © Lutz Hentschel

Die Entscheidung über die Pläne soll der Stadtrat im September treffen. Danach werde damit begonnen, ein Planungsbüro zu suchen, so Lames. Als Realisierungzeitraum des Vorhabens nennt er die Jahre 2023 bis 2025. Eines steht aber bereits jetzt fest: es wird teuer.

Die bloße Sanierung kostet 8,1 Millionen Euro. Die Vorzugsvariante der Stadt schlägt mit 32,3 Millionen Euro zu Buche. Ein Neubau würde sogar 44 Millionen Euro kosten. Ein bei allen Varianten notwendiges Parkhaus mit zwei bis drei Geschossen ist dabei aber bereits eingerechnet.

Titelfoto: Thomas Türpe

Mehr zum Thema Dresden Lokal:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0