Meißen kämpft gegen Borkenkäfer: 7000 neue Bäume für den Waldpark

Meißen - Die Stadt Meißen sagt dem Borkenkäfer den Kampf an: 7000 Bäume sollen den Waldpark wieder begrünen. Doch die Sorge vor einer erneuten Hitzewelle bleibt.

Forstwirtin Katharina Kretschmar (40) hält ein Bündel Eichensetzlinge in der Hand.
Forstwirtin Katharina Kretschmar (40) hält ein Bündel Eichensetzlinge in der Hand.  © Norbert Neumann

2019 mussten Hunderte Fichten aufgrund von Schädlingsbefall geschlagen werden. Die trockenen und abgestorbenen Bäumen drohten jederzeit umzufallen und wurden zur Gefahr für vorbeilaufende Spaziergänger.

Nun soll die vom damaligen "Fichtenschlag" betroffene Fläche dank frisch gepflanzter Eichen und Buchen den Stadtwald wieder zu einem beliebten und sicheren Erholungsort machen. Finanziert wird das 10.000 Euro teure Projekt zu großen Teilen vom Freistaat Sachsen. Die Stadt Meißen steuert 2500 Euro dazu.

Noch spielt das kühle Aprilwetter den Forstarbeitern in die Karten. "Gerade herrscht optimales Pflanzwetter", sagt Katharina Kretschmar (40), Mitarbeiterin der Baumschule P&P aus dem südbrandenburgischen Großthiemig, die die Forstpflanzen anliefert und einsetzt.

Entscheidend für das Überleben der Bäume wird aber der Sommer sein: "Die letzten drei Jahre waren sehr trocken und es fehlte an Niederschlag", erklärt Oberbürgermeister Olaf Raschke (58, parteilos).

Der Borkenkäfer schädigt die Bäume.
Der Borkenkäfer schädigt die Bäume.  © picture alliance / Matthias Hiek

Eine externe Bewässerung wird es aber nicht geben. "Das ist logistisch nicht machbar", so Raschke. Da bleibt also nur das Hoffen auf genügend Regen.

Titelfoto: Norbert Neumann

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