Mit Schaufeln und Stiefeln: Dresdner Helfer sammeln für die Flutopfer!

Dresden - Das Technische Hilfswerk (THW) hat sich auf den Weg gemacht. Doch auch die Feuerwehr und private Vereine wollten die Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nicht tatenlos hinnehmen - und so rollen aus Dresden gleich mehrere Hilfslaster in die Krisenregion.

Mit dutzenden Schaufeln und anderen Hilfsgütern war das MNKW am Montag auf dem Weg in die Krisenregion.
Mit dutzenden Schaufeln und anderen Hilfsgütern war das MNKW am Montag auf dem Weg in die Krisenregion.  © Mitteldeutsches Notfall und Katastrophenhilfswerk e.V./Tino Plunert

15 Mitglieder zählt das "Mitteldeutsche Notfall und Katastrophenhilfswerk" (MNKW), das ursprünglich aus den Fluthilfen 2013 hervorgegangen ist.

"Wir hatten für den Notfall noch ein Lager mit Schaufeln, Gummistiefeln, Kinderstiefeln", so ein Vereinssprecher. "Und plötzlich war der Notfall da."

Die Telefone liefen heiß, bis zum Montag musste man noch einen Laster-Fahrer finden, dann brach der 7,5-Tonner nach Ahrweiler auf. "Die Leute dort hatten Tränen in den Augen, als wir da ankamen."

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Bis Anfang nächste Woche wollen die Dresdner zum zweiten Mal aufbrechen.

Damit ist das MNKW nicht allein: Am Wochenende kam auch das "Zentrum Interkultureller Verständigung" (ZIVD), das sich sonst in der Flüchtlingshilfe engagiert, auf die Idee zu helfen.

Wer auch spenden will: Am Donnerstag gibt's eine Sammelstelle am Alaunplatz

Julia Mahmoudi Zavieh (33) von Verein ZIVD sammelt für Ahrweiler.
Julia Mahmoudi Zavieh (33) von Verein ZIVD sammelt für Ahrweiler.  © Holm Helis

Julia Mahmoudi Zavieh (33) vom ZIVD-Vorstand erklärt: "Einige von uns hatten die Flut 2002 hier erlebt, aber auch die Solidarität, die es da gab."

Der Verein setzt auf ein Netzwerk von Sammelstellen, wo Bürger Sachspenden abgeben können. So wird es am Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr im Alaunpark eine mobile Sammelstelle geben, eine stationäre gibt es zum Beispiel im "Globus" in der Rähnitzer Allee.

Die Sportkette "Decathlon" hat für den Transport nach Ahrweiler bereits Schlafsäcke und Taschenlampen bereitgestellt.

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Beide Vereine haben sich mit den Helfern vor Ort abgestimmt und informieren auf ihren Seiten (facebook.com/HELFERdresden, zivd.de), was genau noch gebraucht wird und wie man unterstützen kann.

Titelfoto: Mitteldeutsches Notfall und Katastrophenhilfswerk e.V./Tino Plunert

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