Neue Dampfer-Pläne: Weiße Flotte als schwimmende Biergärten

Dresden - Die Sächsische Dampfschiffahrt ist insolvent. Doch dass die historischen Dampfer tatsächlich untergehen, daran glaubt in Dresden kaum jemand. 

Die Fahrt nach Pillnitz ist für die Weiße Flotte seit Jahren die wichtigste Tour.
Die Fahrt nach Pillnitz ist für die Weiße Flotte seit Jahren die wichtigste Tour.  © Ralf Hirschberger/dpa

Jetzt liegt ein erster konkreter Rettungsplan auf dem Tisch. Dampft die Weiße Flotte bald nach Pieschen und zum Schloss Übigau?

"Das Konzept bestand bisher zu sehr darin, Touristen nach Pillnitz und zurück zu fahren - und dann wieder von Bord zu lassen. Das ist perspektivisch zu wenig", glaubt SPD-Stadtrat und Verkehrsexperte Stefan Engel (27).

Hinter den Kulissen hat seine Fraktion an einem "Zukunftsplan Dampfschifffahrt" gearbeitet. Umgesetzt werden soll dieser mithilfe der Landtagsfraktion (Freistaat ist Mehrheitseigentümer) und eventuell durch städtische Hilfen.

Demnach soll die Weiße Flotte neue touristische Potenziale erschließen, zum Beispiel Schloss Übigau mit dem Sommertheater der Comödie. "Der Gegensatz zwischen Übigau, Pillnitz und der Residenzstadt könnte betont werden", so Engel weiter.

In Zusammenarbeit mit dem Ballhaus Watzke könnte in Pieschen ein Halt entstehen. Die vielen Monate mit Niedrigwasser könnten die Dampfer als schwimmende Biergärten überbrücken.

Eine Konkurrenz zu den DVB (Elbetaxis) soll vermieden werden, Umsteigepunkte zum VVO und zur Lößnitzgrundbahn könnten hingegen gefördert werden.

Titelfoto: Ralf Hirschberger/dpa

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