Neues Wasserbauwerk in Bad Gottleuba: Hier können Fische Treppen steigen!

Bad Gottleuba - Freie Bahn für Schuppenträger kurz vor Pirna! Mit zwei nagelneuen Fischtreppen an der Gottleuba in Dohma kommen Äsche, Forelle & Co. jetzt endlich wieder zum Laichen flussaufwärts. Kosten für den Wasserbau: 600.000 Euro.

Projektleiter Tilo Seidel (60) zeigt auf die fertige Anlage. In den Zwischenbecken haben Fische Platz zur Erholung.
Projektleiter Tilo Seidel (60) zeigt auf die fertige Anlage. In den Zwischenbecken haben Fische Platz zur Erholung.  © Steffen Füssel

Die ursprünglich für die Flussbewohner unüberwindbaren Schwellen von bis zu einem Meter Höhe wurden durch aufeinanderfolgende Querbauwerke im Wasser ersetzt, die Steigung für die Fische dadurch auf wenige Zentimeter reduziert.

Baumaterial holte man aus einem nahe gelegenen Steinbruch und ließ es mit einem Bagger in den Fluss ein.

Tilo Seidel (60) vom Staatsbetrieb Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV) leitet das Projekt. Der promovierte Diplom-Ingenieur erklärt: "Wir wollten eigentlich innerhalb eines Jahres durch sein. Doch wegen mehrerer Hochwasser mussten wir das Vorhaben unterbrechen und in kleineren Abschnitten zwischen 2020 und 2021 fertigstellen."

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Glücklicherweise waren alle Anlieger mit den Bauvorhaben einverstanden, stimmte die Fischereibehörde einer Ausnahmeregelung im Schutzgebiet zu.

Setzt sich für die Artenvielfalt in Sachsen ein: Umweltminister Wolfram Günther (48, Grüne).
Setzt sich für die Artenvielfalt in Sachsen ein: Umweltminister Wolfram Günther (48, Grüne).  © Steffen Füssel

Für Umweltminister Wolfram Günther (48, Grüne) ist der Bau ein Beitrag zum Artenschutz: "Wenn wir an die Klima-Krise denken, müssen wir das Thema Biovielfalt mit im Blick haben. Dazu gehört auch die Unterstützung heimischer Fischarten."

Titelfoto: Steffen Füssel

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