Pegida und Gegendemos in Dresden: Sitzblockaden, Körperverletzung und Hitlergruß

Dresden - Wieder Zoff! Am Montagabend fanden erneut eine Versammlung von Pegida und gleich mehrere Gegendemonstrationen in der Dresdner City statt. Die Polizei hatte einmal mehr alle Hände voll zu tun, um die Demo-Züge von einander getrennt zu halten. Dabei kam es gleich mehrfach zu Sitzblockaden und körperlichen Auseinandersetzungen.

Die Teilnehmer der Pegida-Demo am Dresdner Neumarkt.
Die Teilnehmer der Pegida-Demo am Dresdner Neumarkt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Mit insgesamt 300 Einsatzkräften waren sowohl die Polizeidirektion Dresden als auch die sächsische Bereitschaftspolizei am Montagabend im Einsatz.

Während die Pegida Versammlung um 18.45 Uhr auf dem Neumarkt startete und im Anschluss einmal durch die Innenstadt und wieder zurück an die Frauenkirche lief, protestierten parallel dazu gleich mehrere Gegendemonstrationen.

Sitzblockaden auf der Schloß- und der Wilsdruffer Straße sowie die Versuche, auf die Pegida-Aufzugsstrecke zu gelangen, wurden von der Polizei gleich mehrfach "unter Anwendung unmittelbaren Zwangs unterbunden", heißt es in einer Pressemitteilung.

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Auch diesmal wurde mehrere Strafverfahren eingeleitet. Erst vor zwei Wochen hatte es bei den montäglichen Demos heftige Randale gegeben (TAG24 berichtete).

32-Jähriger schlägt Polizisten ins Gesicht

Ein Gegendemonstrant diskutiert während der Pegida-Kundgebung mit einem Polizisten.
Ein Gegendemonstrant diskutiert während der Pegida-Kundgebung mit einem Polizisten.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

So wird nun gegen einen 18-Jährigen ermittelt, der gegen 18 Uhr einem bislang unbekannten Mann zunächst das Bein stellte und diesem dann versuchte, seine mitgeführte Deutschlandfahne zu entreißen.

Darüber hinaus wird gegen einen 32-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, nachdem dieser einen Polizeibeamten ins Gesicht geschlagen hatte. 

Zuvor wollte er sich an der Sitzblockade auf der Wilsdruffer Straße beteiligen, was die Polizei unterbunden hatte.

Mann zeigt am Altmarkt einen Hitlergruß

Mit zahlreichen Bannern machte die Gegendemonstranten ihre Ablehnung gegen Pegida deutlich klar.
Mit zahlreichen Bannern machte die Gegendemonstranten ihre Ablehnung gegen Pegida deutlich klar.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Im Haltestellenbereich am Altmarkt kam es zu einem weiteren Zwischenfall, bei dem ein 41 Jahre alter Mann den Hitlergruß zeigte. Die Polizei leitete auch hier entsprechend Ermittlungen ein.

Ein Gegendemonstrant erstattete darüber hinaus von sich aus Anzeige, nachdem er von einem Polizisten geschubst worden war.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa ; Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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