Photovoltaik, LED-Lichter, neue Fenster: Dresden plant 70 Millionen Euro für Klimaschutz

Dresden - Im Januar 2020 hat der Stadtrat den Klimaschutz zur "Aufgabe von höchster Priorität" erhoben. Gleichzeitig sollte eine Generalübersicht erstellt werden, wo "kurzfristig zu realisierende Maßnahmen" umgesetzt werden können. Damit ist das Rathaus jetzt fertig. Mehr als 70 Millionen Euro könnten bald in den Klimaschutz fließen, unter anderem ist der "Kulti" im Blick.

Vor allem im Kulti soll die Beleuchtung auf LED umgestellt werden. Die Stadt will so CO2 und Geld sparen.
Vor allem im Kulti soll die Beleuchtung auf LED umgestellt werden. Die Stadt will so CO2 und Geld sparen.  © dpa/Sebastian Kahnert

Für 40.000 Euro könnten die Stadtteil-Bibliotheken auf LED-Beleuchtung wechseln. LED ist auch im Saal des Kulturpalastes geplant - im Dresdner "Kulti" sollen moderne Lampen mit Bewegungssensoren kombiniert werden. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage geprüft. Vor das Haus sollen Ladesäulen.

Im Auftrag von Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (55, Grüne) haben alle Ämter ihre Bereiche danach durchforstet, wo schnell Energie und damit Geld und CO2 gespart werden kann. "Für jeden Punkt gibt es zumindest eine Plausibilitätsprüfung, teilweise wissen wir genau, ab wann sich eine Klima-Investition rechnet", so Frau Jähnigen.

So will auch das Brand- und Katastrophenschutzamt eine Photovoltaikanlage aufs Dach bauen. Nach acht Jahren hätte sich die Anlage gerechnet, bei geschätzten 20 Jahren Laufzeit würden 480.000 Euro Stromkosten und 920 Tonnen CO2 eingespart.

An der Hansastraße sollen weitere Lampen eine moderne Beleuchtung bekommen. 9000 Euro wären notwendig.
An der Hansastraße sollen weitere Lampen eine moderne Beleuchtung bekommen. 9000 Euro wären notwendig.  © Holm Helis
Auf das Dach der Rettungszentrale an der Scharfenberger Straße soll eine Photovoltaikanlage.
Auf das Dach der Rettungszentrale an der Scharfenberger Straße soll eine Photovoltaikanlage.  © Holm Helis

Wie kann in kommunalen Betrieben Klimaschutz gefördert werden?

Klimaschutz hat laut einen Ratsbeschluss seit etwa einem Jahr "höchste Priorität".
Klimaschutz hat laut einen Ratsbeschluss seit etwa einem Jahr "höchste Priorität".  © dpa/Sebastian Kahnert

Im Rathaus werden für 1,3 Millionen Euro neue Fenster eingebaut. Mehrere alte Ölkessel könnten abgelöst werden. Ein Teil der Projekte ist bereits im neuen Haushalt eingeplant. Über den Rest wird aktuell verhandelt.

Obendrein hat das Rathaus abgefragt, wie in den kommunalen Betrieben Klimaschutz gefördert werden könnte.

Einige Beispiele: Die städtische Bau-Tochter Stesad will ihren CO2-Ausstoß von 612 Tonnen durch Regenwald-Patenschaften kompensieren, zudem werden Räder angeschafft. Die Stadtreinigung will sich an Pilotprojekten für batterie- und brennstoffzellenbetriebene Lkws beteiligen.

Aktuell sind diese Prototypen aber noch dreimal so teuer wie herkömmliche Laster.

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert

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