Politessen an der Knaller-Front? Rätsel um Kontrolle von Dresdens Böllerverbot

Dresden - Am Donnerstag kündigte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) ein Böllerverbot zu Silvester an (TAG24 berichtete). Die Meinungen dazu gehen wie erwartet auseinander. Die Frage, die sich am Tag danach alle stellen, ist aber: Wer soll das kontrollieren? Und vor allem wie?

Schnell anzünden und dann weg. So wird wohl mancher das Böllerverbot ignorieren.
Schnell anzünden und dann weg. So wird wohl mancher das Böllerverbot ignorieren.  © Sebastian Willnow/dpa

"Soviel Polizei gibt's nicht, um alles zu kontrollieren. Jeder Zweite wird sich nicht daran halten", schreibt ein Facebook-Nutzer.

"Maske auf. Alles anzünden. Was sieht man auf dem Video und was ist noch an Beweisen auf der Straße? Genau, nichts", schreibt ein anderer.

Manch ein Dresdner denkt auch an die Kontrolleure selbst. "Werden wohl unsere Ordnungshüter gar kein Frei haben", heißt es in einem Kommentar.

Andere flüchten sich in Galgenhumor: "Hoffentlich geht unsere Sektflasche ohne großen Knall auf, sonst kriegen wir noch 'nen Bußgeldbescheid", schreibt eine Nutzerin.

Auf die Ordnungshüter könnte in der Silvesternacht viel Arbeit zukommen
Auf die Ordnungshüter könnte in der Silvesternacht viel Arbeit zukommen  © Sebastian Kahnert/dpa

Wie das zuständige Ordnungsamt die Kontrollen organisieren will, ob etwa zierliche Politessen an die Knaller-Front geschickt werden, ist unklar. Das Rathaus konnte mit Verweis auf die hohe Arbeitsbelastung in dem Amt am Freitag dazu noch keine Aussage treffen.

Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Willnow/dpa, Sebastian Kahnert/dpa

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