Querdenker-Demo: Knapp 100 Teilnehmer, zwei Verstöße gegen Corona-Schutz-Verordnung

Dresden - Vorsicht in der Innenstadt: Seit Monaten hat die Versammlungsbehörde erstmals keine Einwände gegen eine geplante Großkundgebung der Dresdner "Querdenker".

Der Dresdner Stadtrat Frank Hannig (51) will heute wieder bei den Pandemie-Leugnern auftreten.
Der Dresdner Stadtrat Frank Hannig (51) will heute wieder bei den Pandemie-Leugnern auftreten.  © Eric Hofmann

Das ruft auch die Polizei auf den Plan, wenn auch nicht in solchen Dimensionen wie zu den verbotenen Demos der Vergangenheit.

Ab 14 Uhr wollen sie auf dem Altmarkt sprechen: "Querdenken 351" wirbt für die Kundgebung unter anderem mit dem ehemaligen Piraten-Politiker Gregor Johann S. (47), dem Dresdner Stadtrat Frank Hannig (51), dem Rechtsaußen-Streamer Ilia T. (35) und dem auch auf Neonazi-Kundgebungen auftretenden Liedermacher Yann Song King.

Ab 15.30 Uhr soll es einen Aufzug durch die Innenstadt geben, bereits um 12.30 Uhr eine Andacht am Japanischen Palais.

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Diesmal werden aber weder Wasserwerfer noch Räumpanzer eingesetzt. "Wir sichern die Versammlungen auf mittlerem Level ab", so Polizeisprecher Marko Laske (47).

"Unterstützung bekommen wir durch Bundes- und Bereitschaftspolizei. Mit temporären Verkehrseinschränkungen ist zu rechnen."

Update 16.30 Uhr: Zulauf bei Kundgebung auf dem Altmarkt eher gering

Bei der Querdenken-Kundgebung auf dem Altmarkt in Dresden haben sich weniger Menschen beteiligt als erwartet. Ein Grund für den geringen Zulauf dürften die hohen Temperaturen sein.

Update 18.35 Uhr: Demo gegen 17.30 Uhr beendet, zwei Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung

Anhänger von Querdenken halten auf dem Altmarkt eine Kundgebung ab.
Anhänger von Querdenken halten auf dem Altmarkt eine Kundgebung ab.  © xcitepress

Wie die Polizeidirektion Dresden am frühen Samstagabend mitteilte, endete die Demonstration gegen 17.30 Uhr. Es sollen knapp 100 Menschen an der Demo teilgenommen haben.

Insgesamt ahndeten die Beamten zwei Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung.

"Die beiden Betroffenen wurden nach wiederholten Verstößen aus der Versammlung ausgeschlossen", so die Polizei.

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Darüber hinaus wurde gegen einen 63-Jährigen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Deutsche soll einen Polizisten beleidigt haben.

In Summe waren 547 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Außerdem war auch noch ein Medienschutzteam vor Ort.

Titelfoto: xcitepress

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