Sachsen hält an Corona-Verordnung fest: Tattoo- und Piercingstudios bleiben zu!

Bautzen - Aus der bunte Traum! Sachsens Tattoo- und Piercingstudios bleiben auch weiterhin geschlossen. Das hat das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen am Mittwoch entschieden. Ein entsprechender Eilantrag wurde somit abgeschmettert.

Die Tattoo- und Piercingstudios bleiben erst einmal geschlossen.
Die Tattoo- und Piercingstudios bleiben erst einmal geschlossen.  © Hendrik Schmidt/dpa

Ein Tätowierer, ein Kunde, beide mit Mundschutz in einem der wohl sterilsten Dienstleistungsräume überhaupt. So oder so ähnlich dürfte die Argumentation der vielen Tattoo- und Piercingstudios wohl lauten.

Doch was in der Theorie recht einleuchtend klingt, dem schiebt das OVG nun einen Riegel vor.

"Die Öffnung und das Betreiben von Betrieben im Bereich der körpernahen Dienstleistung, mit Ausnahme medizinisch notwendiger Behandlungen und von Friseuren" bleibt also weiterhin verboten, heißt es.

"Das Sächsische Oberverwaltungsgericht geht im Eilverfahren davon aus, dass diese Vorschrift in Bezug auf Tattoo- und Piercingstudios einem Normenkontrollantrag (...) standhalten wird", so weiter.

Das Ende der Farb- und Stechträume vieler selbstständiger Tätowierer und Piercer.

"Gerechtfertigte Beschränkung der Berufsausübungsfreiheit"

Das Öffnungsverbot für Tattoo- und Piercingstudios bleibt laut des OVG bestehen.
Das Öffnungsverbot für Tattoo- und Piercingstudios bleibt laut des OVG bestehen.  © Ove Landgraf

Das OVG argumentiert dabei, dass man zwar um die "gravierende Einschnitte" vieler Gewerbetreibenden weiß, jedoch der Schutz und die Gesundheit der Bevölkerung über allem stehe.

"Deshalb stellt auch das Betriebsverbot für körpernahe Dienstleistungen (...) eine durch hinreichende Gründe des Allgemeinwohls gerechtfertigte Beschränkung der Berufsausübungsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) dar."

Den Vergleich mit den geöffneten Friseur-Studios lässt man dabei nicht gelten. Diese zählen laut der Entscheidung als Ausnahme, weil sie eine "Grundversorgung der Bevölkerung" darstellen.

Somit bleibt den vielen Studios derzeit nichts anderes übrig, als abzuwarten, ob sie gegebenenfalls unter Auflagen im Dezember ihre Türen wieder für die Kundschaft öffnen können.

Die gefällte Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes sei "unanfechtbar", heißt es weiter. 

Geklagt hatten laut Gericht wohl zwei Betroffene aus dem Raum Dresden und Zwickau.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa , Ove Landgraf

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