Sächsische Dampfschiffahrt vor dem Aus: Kommt heute die Insolvenz?

Dresden - Vergangene Woche erschütterte die Nachricht vom drohenden Untergang der "Weißen Flotte" alle Freunde der Sächsischen Dampfschiffahrt.

Muss die "Weiße Flotte" Insolvenz anmelden?
Muss die "Weiße Flotte" Insolvenz anmelden?  © Thomas Türpe

Diese Woche soll die Entscheidung zur Zukunft des Unternehmens fallen. Gerüchten zu Folge soll am Mittwoch Insolvenz angemeldet werden.

"Darüber weiß ich nichts", sagte Flottensprecher Robert Körner (40) am Dienstag. Auch darüber, dass jetzt ein Geschäftsführer gefunden wurde, der Karin Hildebrand (65) ersetzen soll, äußert er sich nicht. 

Doch nicht nur die Zukunft wirft Fragen auf. So hält sich das Finanzministerium weiterhin bedeckt, warum die geplante zweite Million Euro Kredit von der SAB nicht angewiesen wurde: 

"Der Freistaat Sachsen hat das Unternehmen bereits im Jahr 2019 über die SAB durch die Gewährung einer Rettung-und Umstrukturierungsbeihilfe unterstützt. 

Das Unternehmen erfüllt die rechtlichen Voraussetzungen für weitere staatliche Beihilfen derzeit nicht", so Sprecherin Sandra Jäschke. Im Klartext: Offenbar gab es Geld für die Restrukturierung, für jetzt corona-bedingte Engpässe aber nicht.

Auch kam Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48), der letzte Woche vorschlug, die Weiße Flotte in den VVO einzugliedern, mit dieser Idee nicht plötzlich: 

"Der OB hatte in den vergangenen Monaten mehrmals den Freistaat um eine entsprechende Initiative gebeten", so Rathaussprecher Kai Schulz. 

"Gespräche über den Vorschlag müsste von Seiten des Freistaates gewollt sein."

Titelfoto: Thomas Türpe

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