So will die neue Tourismus-Chefin Dresden aus der Corona-Krise führen

Dresden - Noch 2019 brillierte der Tourismus mit 2,8 Millionen Gästen: Die Ankünfte in Dresden waren um 3,1 Prozent, die Übernachtungen um 2,3 Prozent gestiegen. Die frohe Botschaft verkündete die Tourismus-Chefin Corinne Miseer (44) vor wenigen Wochen. Dann fuhr die Corona-Krise den Tourismus auf Null. Wie die Marketing-Expertin die Region Dresden Elbland aus der Krise hieven will, erfuhr TAG24 exklusiv.

Corinne Miseer (44) übernahm die Leitung der Marketing-Gesellschaft kurz vor dem Zusammenbruch des Tourismus.
Corinne Miseer (44) übernahm die Leitung der Marketing-Gesellschaft kurz vor dem Zusammenbruch des Tourismus.  © DMG PR/Sven Döring

"Herausforderungen sind dafür da, sie aktiv anzupacken", sagt Corinne Miseer, die erst am 1. Februar 2020 die Geschäftsführung der Dresden Marketing GmbH (DMG) übernommen hat. 

Schnelles, lösungsorientiertes Handeln im "Schulterschluss mit der Branche" sieht sie als wichtig an. So wirbelt die DMG im Home-Office und in kleiner Besetzung im Büro weiter.

Die Online-Kampagne #AnsteckenderAlsCorona (gemeinsam mit der Stadt) "läuft bereits mit sehr guter Resonanz", wie Corinne Miseer bestätigt. 

Kulturschaffende und Unternehmer senden unter diesem Hashtag Botschaften. Zwei weitere Kampagnen sind in Planung. 

Die erste startet nächste Woche, nach der Krise folgt eine so genannte Recovery-Kampagne. Die soll konkrete Angebote bewerben. "Dazu stimmen wir uns aktuell mit der Branche ab." 

Dumping-Preise sind nicht geplant.

Verluste unumgänglich

Wann die Touristen wiederkommen, steht noch in den Sternen.
Wann die Touristen wiederkommen, steht noch in den Sternen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Die gebürtige Sächsin geht davon aus, dass sich die Nachfrage in Richtung Urlaub innerhalb Deutschlands verschieben wird. 

Das kommt der DMG entgegen: "Hier können wir gut ansetzen, denn der deutsche Markt ist für uns bereits jetzt mit einem Anteil von rund 80 Prozent an den Übernachtungen der stärkste."

Die Verluste kann Miseer noch nicht beziffern. 

Mit Blick auf die Zukunft sieht sie jedoch auch eine Chance in der Krise: "Eine Ausnahmesituation wie die aktuelle setzt positive Kräfte frei und ermöglicht Dinge neu und kreativ zu sehen."

Titelfoto: dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild, DMG PR/Sven Döring

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