Striezelmarkt-Diskussion: "Jetzt schon aufgeben ist zu früh"

Dresden - Die Stimmen, die eine Absage des Striezelmarktes fordern, werden lauter.

Tilo Wirtz (53, Linke) spricht sich auch für eine Absage des Striezelmarktes aus.
Tilo Wirtz (53, Linke) spricht sich auch für eine Absage des Striezelmarktes aus.  © Petra Hornig

Dem Vorstoß der SPD-Fraktion im Stadtrat vom Montag (TAG24 berichtete) schließen sich mittlerweile auch Stadträte anderer Fraktionen an. Es gibt aber auch gegenteilige Meinungen.

Unterstützung kommt von Grünen und Linken. Tilo Wirtz (53, Linke) gibt zu bedenken: "Würde der Markt gegen jede Vernunft eröffnet, könnte nicht gesichert werden, dass er offen bleibt und dass er sich lohnt." 

In der Dresdner CDU ist man geteilter Meinung. Während Mario Schmidt (45) eine Absage befürwortet, sollte diese für Fraktions-Chef Peter Krüger (60) nur die "letzte Option" sein.

Kritik an der Forderung einer Absage kommt von FDP und AfD. 

"Die Weihnachtsmärkte jetzt schon aufzugeben, wo neue stadtweite Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens gerade erst anlaufen, ist zu früh", findet FDP-Stadtrat Robert Malorny (41). 

Robert Malorny (41, FDP) hält eine Absage zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht.
Robert Malorny (41, FDP) hält eine Absage zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

AfD-Fraktions-Chef Wolf Hagen Braun (43) hält eine Durchführung für möglich und spricht von einem "populistischen Schnellschuss" und einer "Panikreaktion". 

Titelfoto: Petra Hornig

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