Sturz vom Blauen Wunder: Polizist rettet Frau aus der Elbe

Dresden - Am späten Freitagnachmittag kam es am Blauen Wunder in Dresden zu turbulenten Szenen. Ein Polizist rettete dabei eine Frau aus dem eiskalten Wasser der Elbe. Diese hatte sich Augenzeugen zufolge zuvor von der Brücke gestürzt.

Vom Geländer des Blauen Wunders hat sich die Frau in die Elbe gestürzt. (Symbolbild).
Vom Geländer des Blauen Wunders hat sich die Frau in die Elbe gestürzt. (Symbolbild).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Gegen 17.35 Uhr beobachteten Zeugen, wie eine Frau auf das Geländer des Blauen Wunders kletterte und sich schließlich in die Elbe stürzte, so die Polizeidirektion Dresden.

Die direkt im Anschluss alarmierten Polizisten trafen wenig später ein und konnten die Frau schließlich etwa 250 Meter von der Brücke entfernt flussabwärts in der Mitte der Elbe lokalisieren.

Allgegenwärtig sprang in der Folge ein 48 Jahre alter Polizeibeamter in das eiskalte Wasser und schwamm trotz Dunkelheit und schlechter Sicht zu der Frau, um sie zu retten.

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Der Beamte des Polizeireviers Dresden-Nord zog die Person schließlich ans Flussufer. 

Da sich die Körpertemperatur der Frau als "stark unterkühlt" herausstellte, so die Polizei weiter, fuhren die Beamten diese umgehend mit dem Streifenwagen in die Dresdner Uni-Klinik, wo sie anschließend ärztlich umsorgt wurde.

Retter wärmte sich nach dem Einsatz auf und beendete seinen Dienst

Der heldenhafte Polizist wärmte sich im Anschuss im Polizeirevier etwas auf, wechselte seine nasse Kleidung und beendete anschließend seinen Dienst.

Genaue Hintergründe zur Tat der jungen Frau sind indes nicht bekannt.

Normalerweise zieht die Redaktion von TAG24 es vor, nicht über mögliche Suizide zu berichten. In diesem Fall haben wir entschieden, es zu thematisieren, da der Vorfall vor den Augen einiger Zeugen stattgefunden hat und der Polizeieinsatz entsprechend verfolgt werden konnte.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. 

Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222 oder 0800 / 111 011 6123.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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