Tausende Bäume & Bienenrasen: Deponie Eschdorf jetzt grüne Oase

Dresden - Wurde nach der Wende mutmaßlich belasteter Schutt aus dem Westen in der Deponie "Kiesgrube Eschdorf" entsorgt?

Aus den kleinen Bäumchen rund um Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (54, Grüne) soll ein richtiger Wald werden und die Deponie bedecken.
Aus den kleinen Bäumchen rund um Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (54, Grüne) soll ein richtiger Wald werden und die Deponie bedecken.  © Holm Helis

Einwohner der Dresdner Ortschaft vermuteten genau das, als unzählige Kipplaster aus Frankfurt/Main das Gelände ansteuerten.

Nun wurde die Deponie saniert, und es ist klar: An den Spekulationen ist nichts dran. An der Grundwassermessstelle, mit der die ehemalige Deponie beobachtet wird, gebe es keine Befunde, hieß es am Donnerstag bei einem Vor-Ort-Termin.

Auch die Untersuchung des Schutts habe ergeben, dass dort lediglich Beton und Betonfertigteile sowie Bodenaushub entsorgt wurden. Das alles liegt nun unter einer zwei Meter dicken Schicht Boden, auf der mehr als 9400 Bäume gepflanzt wurden.

Bis der Laubwald gewachsen ist, wurde eine bienen- und insektenfreundliche Rasenmischung mit erhöhtem Blühpflanzenanteil angesät.

"In dem vormals verwilderten und mit ungenehmigten Müll- und Bauschuttablagerungen verunstaltetem Gelände ist nun ein landschaftlich ansehnliches und mit Bäumen bepflanztes Areal entstanden", erklärt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (54, Grüne).

Das hat seinen Preis. Die zweieinhalb Jahre dauernde Sanierung der Deponie hat 1,7 Millionen Euro gekostet, von denen der Freistaat rund 1,4 Millionen Euro beigesteuert hat.

Titelfoto: Holm Helis

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