Tschüss Tembo! Elefantenbulle verabschiedet sich mit Rüssel-Gruß aus Dresden

Dresden - Nach zwei Jahren Liebesdiensten ist unser Eli-Casanova nun auf dem Weg nach Wien.

Revierleiter Ronny Moche (40) verabschiedet sich von Tembo.
Revierleiter Ronny Moche (40) verabschiedet sich von Tembo.  © Holm Helis

Der Abschied war sehr emotional. Am Dienstag trat Elefantenbulle Tembo (34) im Zoo seine Reise nach Wien in den Tiergarten Schönbrunn ab (TAG24 berichtete).

In den zwei Jahren, in denen er in Dresden erfolglos die Elefantendamen Mogli (26), Sawu (25) und Drumbo (29) beglückte, wuchs er nicht nur seinen "Mädels", sondern auch den Pflegern und Besuchern ans Herz.

Der Laster war fast startbereit, Tembo schon im Container auf dem Auflieger, als er zum Abschied noch einmal seinen Rüssel durch die Luke schob, um sich von seinen Pflegern einzeln und ganz persönlich zu verabschieden. 

"Das war ein ganz lieber Bulle. Wir sind traurig, dass er geht", so Zoochef Karl-Heinz Ukena (50). "Wir haben ihn alle ins Herz geschlossen."

Rund vier Stunden hatte die Transportvorbereitung gedauert. Gegen 8.15 Uhr wurden Tembo im Stall an den Hinterbeinen Ketten zum Ziehen angelegt. 

Mit einer Spritze wurde er so narkotisiert, dass er schläfrig wurde, aber noch mitmacht beim Gang in den Container, der übrigens rückwärts erfolgt. Sechs Pfleger und die Tierärzte hatten vollauf zu tun. 

Der Nachfolger von Tembo steht in den Startlöchern

Auf Wiedersehen, Tembo! In diesem Container schwebt Tembo über dem Gehege (l.). Dann wird die Box mit dem Elefanten verladen.
Auf Wiedersehen, Tembo! In diesem Container schwebt Tembo über dem Gehege (l.). Dann wird die Box mit dem Elefanten verladen.  © Bildmontage/Holm Helis

"Es lief alles problemlos", so Zooinspektor Wolfgang Ludwig (60). Im Container an zwei Beinen diagonal angekettet (damit er sich nicht drehen kann), hob der Kran den Container samt Tembo (Gesamtgewicht: zehn Tonnen - davon 4,5 Tonnen Tembo) in die Luft und setzte ihn auf den Auflieger. 

12.15 Uhr startete der Laster über Tschechien nach Wien, wo er noch am Abend erwartet wurde.

Am 9. November wird Nachfolger Tonga (32) aus dem Serengeti-Park (Hodenhagen) im Dresdner Zoo seinen Job antreten. Er soll wählerischer mit den Damen sein.

Sicher ist, dass er seit Jahren ebenfalls ein erfolgloser Liebhaber ist. Zoo-Chef Ukena schreckt das nicht: "Wir bleiben optimistisch, dass es vielleicht mit Nachwuchs klappt."

Titelfoto: Holm Helis

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