Tragischer Tod des kleinen Ali (†6): Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage gegen die Raser!

Dresden - Es war ein Fall, der bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Der kleine Ali (†6) starb nach einem verheerenden Unfall auf der Budapester Straße in Dresden. Der Fahrer eines Mercedes erfasste den Jungen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit (TAG24 berichtete). Nun erhebt die Dresdner Staatsanwaltschaft Anklage gegen die 31 und 23 Jahre alten Raser.

Der Unfallwagen wurde infolge des Unfalls von einem Sachverständigen überprüft.
Der Unfallwagen wurde infolge des Unfalls von einem Sachverständigen überprüft.  © Roland Halkasch

Wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Montagvormittag mitteilte, wird gegen den 31 Jahre alten Fahrer nun Anklage zur Großen Strafkammer erhoben.

Dem Syrer wird zur Last gelegt, an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge beteiligt gewesen zu sein. Hinzu kommt der Vorwurf der fahrlässigen Tötung.

Der zweite Angeklagte, ein 23-jähriger Syrer, wird ebenfalls wegen Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen angeklagt.

"Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich am 22.08.2020 gegen 20:40 Uhr entschlossen zu haben, mit ihren Pkw von der Kesselsdorfer Straße Richtung Innenstadt fahrend, ein Kraftfahrzeugrennen durchzuführen, wobei es ihnen darauf ankam, das Rennen durch Erreichen der höchstmöglichen Geschwindigkeit zu gewinnen", so heißt es in der offiziellen Mitteilung der Dresdner Staatsanwaltschaft.

Schließlich kam es dann auf der Budapester Straße, nahe einem LIDL-Einkaufsmarkt, zur Tragödie.

Gegenüber der Haltestelle "Schweizer Straße" erfasste der Wagen des 31-Jährigen schließlich den kleinen Ali, welcher die Straße überquert hatte.

Fahrer sitzt seit dem 24. August in Untersuchungshaft

Der kleine Ali (†6) fiel der Raserei zum Opfer.
Der kleine Ali (†6) fiel der Raserei zum Opfer.  © privat

Mit einer Geschwindigkeit von 89 km/h fuhr er den Sechsjährigen an, welcher im Anschluss durch die Wucht des Aufpralls durch die Luft und in die Scheibe des Haltestellenhäuschens geschleudert wurde.

Das Kind verstarb wenig später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.

Der Todesfahrer wurde einen Tag nach dem Unfall festgenommen und sitzt seit dem 24. August in Untersuchungshaft.

"Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden", so die Staatsanwaltschaft zum weiteren Vorgehen.

Der Termin zur Hauptverhandlung soll demnächst vom Landgericht Dresden bestimmt werden.

Titelfoto: Roland Halkasch , privat

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