Trotz Demo-Verbot: Dresdner Polizei rüstet sich für Großeinsatz bei "Querdenken"

Dresden - Trotz mehrerer Verbote von Corona-Demonstrationen rüstet sich die Polizei am Samstag in Dresden für einen Großeinsatz.

Polizisten und Demonstranten stehen am 13. März auf der Magdeburger Straße in Dresden. Für den 17. April plant die Polizei einen Großeinsatz und wird von Beamten anderer Bundesländer unterstützt.
Polizisten und Demonstranten stehen am 13. März auf der Magdeburger Straße in Dresden. Für den 17. April plant die Polizei einen Großeinsatz und wird von Beamten anderer Bundesländer unterstützt.  © Sebastian Kahnert/dpa

"Eine gewisse Ungewissheit bleibt", sagte Polizeisprecher Thomas Geithner. Zwar fehlt den Anhängern der "Querdenken"-Initiative anders als Mitte März ein legaler Anlaufpunkt.

Dennoch würde derzeit im Internet unter "Querdenken"-Anhängern zu Spaziergängen oder zum Shoppen in der Innenstadt aufgerufen.

Die Polizei wolle bereits am Stadtrand verstärkt kontrollieren, um zu verhindern, dass größere Gruppen ins Zentrum gelangten.

Die Polizei will Bilder wie am 13. März verhindern.

Damals hatten sich in Dresden trotz eines auch von Gerichten bestätigten Verbotes einer "Querdenken"-Demo Hunderte Kritiker der Corona-Maßnahmen in der Stadt versammelt - zeitweise gerieten die Proteste außer Kontrolle.

Das Verwaltungsgericht hatte am Donnerstagabend das von der Stadt Dresden verhängte Verbot der geplanten "Querdenken"-Versammlungen für diesen Samstag bestätigt. Auch sämtliche geplanten Ersatzveranstaltungen bleiben demnach untersagt.

Allerdings kann gegen den Beschluss noch Beschwerde beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht eingereicht werden. Zudem hat die Stadt Dresden auch eine Kundgebung der AfD mit rund 500 angemeldeten Teilnehmern untersagt.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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