Warnstreiks: Betreuung in Kitas und Horten nur eingeschränkt möglich

Dresden - Eltern konnten in Dresden wegen eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi am Mittwochmorgen nicht überall wie gewohnt ihre Kleinen in die kommunale Kita bringen.

Vor dem Dresdner Rathaus wurde gestreikt.
Vor dem Dresdner Rathaus wurde gestreikt.  © Tino Plunert

In etwa einem Drittel der Einrichtungen war nur eine eingeschränkte Betreuung möglich, einige wollten erst 10.30 Uhr öffnen, wie auf der Internet-Seite der Stadt zu sehen war.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten in den kommunalen Kitas und Horteinrichtungen in Dresden in der Zeit von 6 bis 10 Uhr zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Verdi-Bezirksgeschäftsführer Daniel Herold sprach von 220 Beschäftigten, die sich vor dem Dresdner Rathaus versammelt hatten.

Auch die Mitarbeiter vom Dresdner Jugend- und Sozialamt sollten ihre Arbeit ruhen lassen.

Arbeitsniederlegungen auch in Horten und Krankenhaus

Verdi fordert für die Beschäftigten von Bund und Kommunen mehr Geld.
Verdi fordert für die Beschäftigten von Bund und Kommunen mehr Geld.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Zu Arbeitsniederlegungen kam es Herold zufolge auch in Früh-Horten sowie im OP-Bereich des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt. Dort gebe es nur eine Notbesetzung. Die Aktion laufe dort bis 15.30 Uhr am Nachmittag.

Nach Gewerkschaftsangaben waren auch in anderen Teilen Sachsens Warnstreiks geplant, etwa bei der Stadtverwaltung Leipzig, am Landratsamt des Landkreises und bei den Muldentalkliniken in Grimma und Wurzen.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund ‎und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. ‎Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben.

Die dritte ‎Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.‎

Titelfoto: Tino Plunert

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