Zahlreiche Unfälle durch betrunkenen Geisterfahrer: Lkw rauscht in falscher Richtung über die A4!

Dresden - Ein Geisterfahrts-Manöver eines Lastwagenfahrers auf der Autobahn 4 sorgte am Sonntag für eine Reihe Unfälle.

Die Polizeibeamten konnten den Mann anschließend auf einem Parkplatz stellen.
Die Polizeibeamten konnten den Mann anschließend auf einem Parkplatz stellen.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Was war passiert? Gegen 9.30 Uhr machte sich der Fahrer eines IVECO-Sattelschleppers auf den Weg von der Raststätte Dresdner Tor - Nord, allerdings in die falsche Richtung. 

Dabei verursachte er eine Reihe Verkehrsunfälle auf der A4, wie die Polizeidirektion Dresden nun mitteilte.

"Im Bereich des Autobahndreiecks Dresden-West wendete er sein Fahrzeug und fuhr in Richtung Chemnitz davon", so heißt es.

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An der Radeburger Straße im Augustusweg rangierte der Fahrer seinen Sattelschlepper anschließend so lange, bis er dann auf der A4 in Richtung Görlitz weiterfahren konnte. Zeugen alarmierten währenddessen die Beamten. 

Bei seinem Wendemanöver beschädigte er indes gleich mehrere Zäune. Wie die Polizei weiter meldet, habe man den Lkw anschließend am Parkplatz Eichelberg stellen können.

Nachdem die Beamten den Mann aus seinem Fahrzeug holten, war sehr schnell ersichtlich, dass dieser allem Anschein nach unter Alkoholeinfluss stand. Ein Atemalkoholtest ergab vor Ort dann einen Wert von 1,8 Promille!

45-jähriger Ukrainer sorgt für erheblichen Sachschaden

Bei der Kontrolle seiner Papiere konnte dann auch seine Identität festgestellt werden. Bei dem Promille-Fahrer handelt es sich um einen 45-jährigen Ukrainer.

Als der Iveco-Sattelschlepper im Anschluss untersucht wurde, wies dieser zahlreiche Unfallspuren auf. So kamen die Beamten dann zum Schluss, dass der Ukrainer scheinbar gleich mehrere weitere Unfälle auf der A4 verursacht haben soll.

"Unter anderem war er auf der Autobahn A4 in Höhe der Anschlussstelle Hellerau augenscheinlich von der Fahrbahn abgekommen und hatte dabei vier Leitpfosten beschädigt", so die Polizei.

Der entstandene Sachschaden wird insgesamt auf etwa 20.000 Euro taxiert.

Der alkoholisierte Geisterfahrer musste unverzüglich seinen Führerschein abgeben und wurde zu einer Blutabnahme zitiert.

Jetzt muss er sich unter anderem aufgrund von Gefährdung des Straßenverkehrs sowie der Unfallflucht verantworten.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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