Zeiss will Standort am Fritz-Foerster-Platz erweitern: Pläne ernten mächtig Kritik

Dresden - Zeiss in Dresden braucht mehr Platz. Deshalb plant das Unternehmen, das im März 2020 den hiesigen Software-Entwickler Saxonia Systems übernommen hat, seinen Standort am Fritz-Foerster-Platz zu erweitern. Die Pläne wurden nun in der Gestaltungskommission vorgestellt - und ernteten teils deutliche Kritik.

Der Dresdner Zeiss-Standort soll unter anderem an der linken Seite einen Anbau erhalten.
Der Dresdner Zeiss-Standort soll unter anderem an der linken Seite einen Anbau erhalten.  © Holm Helis

Geplant ist, den denkmalgeschützten Altbau in Richtung der Mensa Zeltschlösschen durch einen Anbau zu erweitern. In Richtung Bergstraße soll im hinteren Teil des Grundstücks ein Neubau errichtet werden und zwischen den Gebäuden ein "Zeiss Campus" entstehen.

Dächer und Fassaden der Häuser sollen aus Metall sein. "Damit wollen wir den technologischen modernen Charakter unterstreichen", sagt Architekt Holger Baalhorn vom Büro IPROconsult.

Thomas Kaup von der Gestaltungskommission bewertete den Entwurf als "mutlos und zu kommerziell".

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Und weiter: "So eine konventionelle Fassade reicht für die Ingenieurskunst von Carl Zeiss und das fortschrittliche Unternehmen nicht aus."

Die Architekten überarbeiten die Pläne nun noch einmal und legen sie dann erneut vor.

Deshalb will das Unternehmen die Visualisierungen auch nicht zur Verfügung stellen.

Titelfoto: Holm Helis

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