Zoff wegen verkürzter Arbeitszeit: Kita-Erzieherinnen können aufatmen

Dresden - Glück im Unglück für Dresdens Erzieher*innen: Die vom Rathaus vor drei Wochen für diesen Montag angekündigte Kürzung der Arbeitszeit auf 32 Stunden pro Woche (TAG24 berichtete) trifft nicht so viele wie befürchtet.

Von der Kürzung der Arbeitszeit seit Montag sind nicht so viele Erzieher betroffen wie befürchtet.
Von der Kürzung der Arbeitszeit seit Montag sind nicht so viele Erzieher betroffen wie befürchtet.  © Jens Büttner/dpa

Ging Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (51, CDU) damals noch davon aus, dass bis zu zwei Dritteln der fast 4000 Erzieher in den kommunalen Kitas die Arbeitszeit gekürzt wird, ist es tatsächlich "nur" bei jedem vierten der Fall. 

Der Grund: Es wurde nur in den Kitas "mit Personalüberhang" gekürzt, also dort, wo es rechnerisch zu viele Erzieher bzw. Arbeitsstunden gibt. Bei allen anderen bleibt alles, wie es ist. Donhauser rechnet außerdem damit, dass bei vielen Erziehern die Stundenzahl schon bald wieder steigen wird. 

"Schon heute ist vorhersehbar, dass für die in den nächsten Monaten steigenden Kinderzahlen wieder zusätzliche Arbeitsstunden abgerufen werden", sagt er. Deshalb sei auch nicht vorgesehen, dass Erzieher dauerhaft die Kita wechseln müssen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist mit der Situation dennoch nicht zufrieden. "Wir halten feste Arbeitsverträge für zwingend notwendig und wollen dafür zeitnah eine Lösung", sagt Sachsens GEW-Chefin Uschi Kruse (63). 

Sachsens GEW-Chefin Uschi Kruse (63).
Sachsens GEW-Chefin Uschi Kruse (63).  © Thomas Türpe
Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (51, CDU).
Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (51, CDU).  © Thomas Türpe

In den nächsten Wochen soll es dazu Gespräche geben. 

Titelfoto: Jens Büttner/dpa

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