Marius Winzeler wird neuer Direktor des Grünen Gewölbes in Dresden

Dresden - Marius Winzeler (50) wird der neue Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Das beschloss das sächsische Kabinett am Dienstag.

Der Schweizer Kunsthistoriker Marius Winzeler (50) ist derzeit noch Direktor der Sammlung Alter Kunst an der Nationalgalerie Prag, künftig leitet er das Grüne Gewölbe und die Staatliche Kunstsammlung in Dresden.
Der Schweizer Kunsthistoriker Marius Winzeler (50) ist derzeit noch Direktor der Sammlung Alter Kunst an der Nationalgalerie Prag, künftig leitet er das Grüne Gewölbe und die Staatliche Kunstsammlung in Dresden.  © Lada Křesadlová Krupka/Staatliche Kunstsammlungen Dresden/dpa

"Ich freue mich, dass wir mit Marius Winzeler einen national wie international vernetzten Fachmann für ein Herzstück der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Leben im Residenzschloss gewonnen haben", sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (56, CDU).

Der 50-Jährige folgt am 1. Oktober auf Dirk Syndram, der Ende August nach 28 Jahren aus dem Dienst des Freistaates Sachsen ausscheidet.

Er sei mit Dresden und seinen Sammlungen seit 1986 eng verbunden, sagte der Schweizer Winzeler. 1992 habe er als Praktikant bei der Denkmalpflege für das Grüne Gewölbe gearbeitet.

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"Nun selber als Direktor dieser weltberühmten zwei Sammlungen, des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, tätig sein zu dürfen und an der weiteren Vollendung des Residenzschlosses als Vermittlungs- und Erlebnisort für alle Generationen mitzuwirken, erfüllt mich mit großer Freude und mit Respekt."

Winzerle war von 2001 bis 2008 im Kulturhistorischen Museum in Görlitz tätig, von 2008 bis 2015 war er Direktor des Städtischen Museums Zittau. Anfang 2016 hatte er die Leitung der Sammlung Alter Kunst an der Nationalgalerie Prag übernommen.

Spektakulärer Juwelendiebstahl erschütterte die Kunstwelt

Im November 2019 hatte der spektakuläre Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe Dresden die Kunstwelt erschüttert. Mehrere Männer waren in das berühmte sächsische Schatzkammermuseum im Residenzschloss eingedrungen, hatten mit einer Axt Löcher in eine Vitrine geschlagen und darin befestigte Juwelen herausgerissen.

Von den etwa einem Dutzend Schmuckstücken aus Diamanten und Brillanten des 17. und 18. Jahrhunderts von kaum schätzbarem Wert fehlt seitdem jede Spur. Dafür sind inzwischen alle dringend Tatverdächtigen gefasst.

Titelfoto: Lada Křesadlová Krupka/Staatliche Kunstsammlungen Dresden/dpa

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