Marktverbot! Gärtner Naumann hofft jetzt auf "grüne" Lösungen

Dresden - Der Gemüsehändler Ralf Naumann (51) ist eine feste Institution auf dem Wochenmarkt am Dresdner Schillerplatz.
Mittwoch fand auf dem Münchner Platz der vorerst letzte Wochenmarkt statt.
Mittwoch fand auf dem Münchner Platz der vorerst letzte Wochenmarkt statt.  © Norbert Neumann

Dreimal wöchentlich schlägt er dort seine Zelte auf. Die Schließung des Marktes stellt den Gemüsebauern vor große Probleme.

Ralf Naumann, der von Frühjahr bis Herbst bis zu 70 Prozent aus eigenem Anbau verkauft, hat bereits Salat und Tomaten gepflanzt. Die Saison hat begonnen, es muss geplant werden. "Das sieht niemand", sagt er.

Anstelle von "Drohungen", wie er sagt, wären Lösungen, die Märkte zu halten, jetzt hilfreicher. Beispielsweise durch weniger Stände - und Bauern, die selbst anbauen, den Vortritt vor denen geben, die nur Großhandelsware anbieten. 

"Streifen zum Abstandhalten klebe ich sowieso auf", sagt er. Für alle Fälle hat er schon weiter gedacht und Kärtchen für einen Lieferservice gedruckt, denn einen Hofladen hat er nicht.

Den hat sein Kollege Mario Steinert (60) aus Diehsa, der auf verschiedenen Wochenmärkten in Dresden Fleisch verkauft. 

Gemüsehändler Ralf Naumann (51) bietet jetzt einen Lieferservice an.
Gemüsehändler Ralf Naumann (51) bietet jetzt einen Lieferservice an.  © Norbert Neumann

Doch "der Umsatz fehlt", wie er sagt. "Grüne Märkte, nur mit Lebensmitteln, wären eine Möglichkeit." 

Titelfoto: Norbert Neumann

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