Megaprojekt Königsbrücker Landstraße! Stadt Dresden zeigt, was geplant ist

Dresden - Während seit über 25 Jahren an der Königsbrücker Straße geplant wird, wagt sich die Stadt nun an das nahezu angrenzende nächste Megaprojekt: Die Königsbrücker Landstraße soll auf zwei Kilometer Länge komplett neu gebaut werden. So will das Rathaus das Herz von Klotzsche verändern.

Die Königsbrücker Landstraße in Blickrichtung stadtauswärts. Aktuell gibt es keine Radwege, Autos haben jedoch eine eigene Spur.
Die Königsbrücker Landstraße in Blickrichtung stadtauswärts. Aktuell gibt es keine Radwege, Autos haben jedoch eine eigene Spur.  © Petra Hornig

Seit 2018 ist klar, dass der Bereich zwischen Karl-Marx-Straße und Arkonastraße grundlegend saniert werden soll. Drei Varianten standen zur Auswahl, über welche die Dresdner in einer Online-Bürgerbeteiligung abstimmen konnten.

1400 Interessierte haben sich beteiligt, mit über 50 Prozent durchgesetzt hat sich die radlerfreundlichste Variante, über die der Stadtrat Ende des Jahres final abstimmt.

Konkret geplant ist eine Sanierung im Bestand. Daher müssen reichlich Zugeständnisse gemacht werden. Die DVB um Verkehrsmanagement-Chef Martin Gawalek (43) bekommen zwar erstmals zwei Spuren und können dann die breiteren Stadtbahnwagen einsetzen.

Diese müssen sich aber hinter Autos und im Haltestellenbereich teils auch hinter Radlern einfädeln. Pkws verlieren eine eigene Spur.

Radfahrer bekommen nur stadtauswärts einen eigenen Weg. Die Verwaltung versucht daher, die Kieler Straße zur parallel verlaufenden Fahrradstraße umzuplanen. Auch Fußwege verschmälern sich abschnittsweise.

"Das sind alles Kompromisse, aber wir wollen niemand die Vorgärten nehmen. Und nur so kann absehbar schnell geplant werden", so Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne).

So soll es zukünftig aussehen. Erstmals gibt es zwei Gleise, Radler fahren jedoch teilweise im Gleisbereich.
So soll es zukünftig aussehen. Erstmals gibt es zwei Gleise, Radler fahren jedoch teilweise im Gleisbereich.  © Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Bereits jetzt wird mindestens bis ins Jahr 2026 getüftelt, beraten und ausgeschrieben. Im Idealfall ist vorher sogar schon die Königsbrücker Straße saniert. Dort könnte womöglich ab 2023 gebaut werden.

Titelfoto: Petra Hornig

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