Mehr als nur der Canaletto-Blick: So will Dresden neue Touristen anlocken

Dresden - Sachsens Hauptstadt ist immer eine Reise wert. Das weiß jeder, der schon einmal da war. Um Gäste nach Dresden zu locken, reicht es allerdings nicht mehr aus, sich einfach auf die malerische Kulisse der Altstadt zu verlassen.

Dresden ist mehr als der Canaletto-Blick. Das will man künftig beim Werben um Besucher deutlicher machen.
Dresden ist mehr als der Canaletto-Blick. Das will man künftig beim Werben um Besucher deutlicher machen.  © xcitepress/Benedict Bartsch

Gemeinsam mit der Tourismusbranche haben die Stadtverwaltung und die Dresden Marketing GmbH (DMG) deshalb eine Tourismusstrategie erarbeitet, die am gestrigen Donnerstag vorgestellt wurde.

Dabei wurde untersucht, welches Potenzial in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung für den Tourismus steckt und wie das gehoben werden kann.

"Dresden ist nicht mehr nur der Canaletto-Blick", sagt die für den Tourismus zuständige Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (45, Linke).

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DMG-Chefin Corinne Miseer (46) erklärt, dass man neben der "Ameisenroute von der Semperoper zur Frauenkirche" auch versuchen wolle, "das andere Dresden" zu zeigen. Gemeint ist alles, was die Stadt abseits der Touri-Hotspots so zu bieten hat.

Themen wie Internationalisierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und die Verkehrsinfrastruktur seien ebenfalls enorm wichtig.

Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (45, Linke) hat die Tourismusstrategie für Dresden vorgelegt.
Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (45, Linke) hat die Tourismusstrategie für Dresden vorgelegt.  © Holm Helis

Tourismusverbandschef: "Wir müssen auf den Märkten im europäischen Ausland mit der großen Glocke bimmeln"

Nachhaltigkeit soll nicht bedeuten, dass auf dem Striezelmarkt die Lichter ausgehen.
Nachhaltigkeit soll nicht bedeuten, dass auf dem Striezelmarkt die Lichter ausgehen.  © Robert Michael/dpa

In diesem Zusammenhang müsse man Touristen und Einwohner zusammen denken. Schließlich locken Angebote nicht nur Besucher an, sondern steigern auch die Lebensqualität der Dresdner.

Der stellvertretende Tourismusverbandschef Sebastian Klink (41) sagt aber auch: "Wir müssen auf den Märkten im europäischen Ausland mit der großen Glocke bimmeln." Nur so kämen die Touristen nach den Corona-Jahren nach Dresden zurück.

Um das Konzept umzusetzen, über das der Stadtrat noch entscheiden muss, braucht es jedoch Geld. Die Bürgermeisterin beziffert den zusätzlichen Finanzbedarf der DMG auf 1,1 Millionen Euro. Im aktuellen Haushaltsentwurf sind bislang jedoch nur 350.000 Euro eingeplant.

Titelfoto: xcitepress/Benedict Bartsch

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