Mehr Blumenwiesen, weniger Autos: Das wünschen sich Kinder fürs Dresdner Klima-Konzept

Dresden - Hohe Häuser und mehr Platz für die Natur, mehr Bäume und begrünte Brücken - die Wünsche von 150 ausgewählten Dresdner Grundschülern sind vielfältig.

Liebe Tante Eva, wir haben Wünsche: Grundschüler trugen Dresdens Umweltbürgermeisterin Jähnigen (56, Grüne) ihre Klimaforderungen vor.
Liebe Tante Eva, wir haben Wünsche: Grundschüler trugen Dresdens Umweltbürgermeisterin Jähnigen (56, Grüne) ihre Klimaforderungen vor.  © Norbert Neumann

Ihre Ideen sollen in das kommunale Klimaschutzkonzept einfließen. Der Maßnahmenkatalog wird derzeit aktualisiert.

Aus Carlotta, Malik, Frieda und den anderen Dritt- und Viertklässlern der 147. Grundschule sprudeln die Ideen nur so heraus, wenn sie nach ihren Vorstellungen zum Klimaschutz befragt werden.

Die Kinder sowie Schüler von fünf anderen Bildungseinrichtungen haben sich Gedanken darüber machen dürfen, wie ihre Stadt in der Zukunft aussehen und funktionieren soll.

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Die Vorschläge reichen von mehr Blumenwiesen und deutlich reduziertem Autoverkehr über weniger achtlos weggeworfenen Müll auf Grünflächen und in Wäldern bis hin zu Häusern und Schaukeln aus Holz.

Auf kleinen Zetteln, die mit Blick auf die Vermeidung von Plastik in einem Stoffbeutel landeten, und auf farbenfrohen Zeichnungen hinterließen die 9- und 10-Jährigen ihre Forderungen.

"Für uns sind diese Wünsche sehr wichtig, und wir werden diese in das neue Klimaschutzkonzept einfließen lassen", bekräftigte Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (56, Grüne) im Beisein der Mädchen und Jungen.

Auf kleinen Zetteln haben die Kinder ihre Gedanken verewigt.
Auf kleinen Zetteln haben die Kinder ihre Gedanken verewigt.  © Norbert Neumann

Im Laufe des nächsten Jahres will die Verwaltung das Papier vorlegen. Nachdem sie sich von dem Auftragnehmer getrennt hat, will sie die bereits vorliegenden fachlichen Beiträge und die Bürgerbeteiligung selbst auswerten. Außerdem soll eine Neuvergabe von einzelnen Punkten erfolgen.

Frieda, Malik, Carlotta und ihre zahlreichen Altersgenossen können nur hoffen, dass der Rathausplan auch umgesetzt wird. In Teilen des Stadtrates gibt es bereits Zweifel. Erst am 14. November soll wieder ein Runder Tisch zum Klimakonzept tagen. Der letzte dazu fand dann vor exakt einem Jahr statt.

Titelfoto: Norbert Neumann

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