Mehr Händler, keine Wachleute: Mehr Normalität auf dem Lingnermarkt

Dresden - Zaun weg, Sicherheitsdienst weg, mehr Händler - Sachsens größter Wochenmarkt an der Lingnerallee macht am Freitag einen großen Schritt in Richtung Normalität.

Der Lingnermarkt kommt ab heute ohne Zaun und Sicherheitsdienst aus.
Der Lingnermarkt kommt ab heute ohne Zaun und Sicherheitsdienst aus.  © ronaldbonss.com /Ronald Bonss

"Nach wie vor sind kreative Lösungen gefordert, um Marktgeschehen und Hygiene-Erfordernisse unter einen Hut zu bekommen", sagt Wirtschafts-Chef Robert Franke (43).

Deshalb wird die hintere Fläche in Richtung Halfpipe auch weiterhin genutzt, um die Situation zu entzerren. 

Die Zahl der zugelassenen Händler wird trotzdem auf 100 erhöht. Nach der Wiedereröffnung im April waren es nur 75, normal sind 150. 

Der Zaun wurde seit Mittwoch abgebaut und es ist kein Sicherheitsdienst mehr vor Ort. "Wir setzen auf Eigenverantwortung und die Marktgilde", sagt Franke. 

Letztere wird ein Auge darauf haben, dass Abstände und die noch immer geltende Maskenpflicht eingehalten werden. "Wir wollen von dieser Woche lernen und das Konzept nächste Woche wenn nötig anpassen."

Weiterer Markt auf Bönischplatz soll kommen

Laut Amtsleiter Robert Franke (43) sind die Märkte eine Herzensangelegenheit der Stadt.
Laut Amtsleiter Robert Franke (43) sind die Märkte eine Herzensangelegenheit der Stadt.  © Ove Landgraf

Änderungen werden auch für die anderen Märkte geplant. 

Auf dem Münchner Platz gilt für die Händler ein Rotationsprinzip im 2-Wochen-Rhythmus, damit nicht zu viele auf einmal kommen. Auch dort sollen wieder mehr Händler zugelassen werden.

Außerdem setzt das Rathaus weiter auf Dezentralisierung. 

Deshalb soll noch in diesem Jahr ein weiterer Markt auf dem Bönischplatz hinzukommen, kündigt Franke an. 

Dort laufen aktuell noch die Bauarbeiten für die Umgestaltung. Die sollen voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen sein. Dann haben auf der östlichen Spitze sieben bis zehn Händler Platz.

"Die Wochenmärkte sind eine Herzensangelegenheit", sagt Franke. Das hören die Händler sicher gern. Schließlich haben sie beispielsweise auf dem Schillerplatz Umsatzrückgänge von 10 bis 15 Prozent zu verkraften, berichtet die Leiterin der Dresdner Wochenmärkte, Madeleine Lukas (43).

Titelfoto: ronaldbonss.com /Ronald Bonss/Ove Landgraf

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