Mein lieber Schwan: Lebensretter der Elbe wieder frei!

Dresden - Happy End für den Lebensretter-Schwan der Elbe! Das von einem Angelhaken übel verletzte Tier konnte nach über einer Woche Aufenthalt in der "Krankenstation" jetzt erfolgreich ausgewildert werden.

Von Angesicht zu Angesicht: Stationsleiterin Saskia Keller (35) und ihr Gast.
Von Angesicht zu Angesicht: Stationsleiterin Saskia Keller (35) und ihr Gast.  © privat

Rückblick: Ende Mai hatte sich ein Angelhaken samt Schnur im Maul des Höckerschwans verfangen. Bei dem ausgelösten Hilfseinsatz auf der Elbe nahe Pillnitz entdeckten die Retter der Feuerwehr plötzlich eine hilflose Frau im Wasser, retteten ihr Leben. 

Der Schwan jedoch wurde erst Tage später mit schweren Verletzungen in Maul, Hals, Gaumen und Zunge eingefangen und in die Wildvogelauffangstation in Kaditz gebracht.

Sechs Tage lang versorgten die Helfer den Schwan mit Medikamenten. Wegen der geschwollenen Zunge mussten sie Nahrung (püriertes Getreide) über einen Schlauch in den Schlund einführen. 

Helfer setzten Schwan am Blauen Wunder aus

Behutsam versorgten die Helfer die Wunden.
Behutsam versorgten die Helfer die Wunden.  © privat

"Dabei mussten wir ihn täglich fixieren, was auch mit zwei oder drei Leuten nicht so leicht ist", sagt Stationsleiterin Saskia Keller (35). 

Kopf greifen, Flügel packen und dann vorsichtig draufsetzen - so die tägliche Behandlung.

"Überraschenderweise ist die Zunge sehr gut verheilt, nichts abgestorben. Zurück bleiben nur ein paar Narben", sagt Keller. Gut erholt konnten die Helfer den Schwan nun am Blauen Wunder aussetzen. 

Freiheit! Am Blauen Wunder wurde Herr Schwan entlassen.
Freiheit! Am Blauen Wunder wurde Herr Schwan entlassen.  © privat

Von dort machte er gleich die Flatter Richtung Pillnitz, wo er sein Revier hat.

Titelfoto: privat

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