Mercedes-Fahrer wird geblitzt, da klaut er einfach den Blitzer

Struppen - Netter Versuch: Ein 52-Jähriger wollte offenbar seinen Strafzettel für zu schnelles Fahren nicht zahlen, also "beschlagnahmte" er einfach den kompletten Blitzer.

Wer geblitzt wird, muss zahlen. Da hilft es auch nicht, den Blitzer mit nach Hause zu nehmen. (Symbolbild)
Wer geblitzt wird, muss zahlen. Da hilft es auch nicht, den Blitzer mit nach Hause zu nehmen. (Symbolbild)  © David-Wolfgang Ebener/dpa

Laut einem Bericht der Polizeidirektion Dresden war der Mann am gestrigen Mittwoch um 9 Uhr in Struppen (Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge) unterwegs, als er geblitzt wurde.

Offenbar fuhr er auf der Hohe Straße mit seinem Mercedes GLE etwas schneller als die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde.

Nachdem er bei seinem Verstoß von einem mobilen Blitzer fotografiert wurde, machte er kehrt und fuhr mehrfach an dem Gerät vorbei.

Schließlich stoppte der 52-Jährige seinen Wagen, stieg aus und schnappte sich ganz einfach den Blitzer mitsamt zugehörigem Akku und verfrachtete ihn in seinem Auto.

Dummerweise war ein Mitarbeiter des Landratsamtes zugegen und sprach den Mann auf den Diebstahl an. Daraufhin verriegelte der Mercedes-Fahrer einfach die Schlösser an seinem Gefährt und machte sich schnell aus dem Staub.

Polizei holt sich den Blitzer bei dem Dieb zu Hause wieder ab

Besonders geholfen hat ihm diese Flucht allerdings nicht. Denn die Polizei besuchte ihn später zu Hause und stellte die komplette Blitzeranlage im Wert von knapp 5000 Euro sicher.

Laut dem Polizeibericht laufen nun Ermittlungen wegen Diebstahls gegen den Mann.

Der 52-Jährige ist übrigens nicht der Erste, der auf diese irre Idee kommt: TAG24 berichtete schon früher über Blitzer-Diebe und ihre meist erfolglosen Versuche, dem Gesetz zu entkommen.

Titelfoto: David-Wolfgang Ebener/dpa

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