Mieten zu hoch: Neustadt will Urlauber verbannen!

Dresden - Wohnen in Dresden, speziell in Szenevierteln, wird immer teurer. In der Neustadt sind 14 Euro pro Quadratmeter keine Seltenheit mehr. Der Stadtbezirksbeirat sprach sich jetzt für eine Zweckentfremdungssatzung aus. Wohnungen dürften dann nicht mehr gewerbsmäßig an Urlauber vermietet werden.

Jede 50. Neustadt-Wohnung wird aktuell an Touristen vermietet.
Jede 50. Neustadt-Wohnung wird aktuell an Touristen vermietet.  © Ove Landgraf

Die Fakten: Stadtweit sind etwa 1300 Wohnungen - das sind 0,4 Prozent des gesamten Wohnungsbestands - dauerhaft Ferienunterkünfte. Sie gelten damit als zweckentfremdet.

Die mit Abstand meisten Ferienwohnungen (254) liegen in der Neustadt. Seit 2016 bedeutet dies eine Zunahme um 153.

Damit ist rein rechnerisch jede 50. Neustadt-Wohnung eine Ferienunterkunft.

Auf Antrag der Grünen hat sich der Stadtbezirksbeirat Neustadt jetzt für ein Zweckentfremdungsverbot auch für direkt angrenzende Stadtteile ausgesprochen.

Die Stadt muss diesen Vorschlag nun prüfen. Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (43, Linke): "Die Stadt wird regelmäßig ein wachsames Auge haben. Sollte immer mehr Wohnraum durch Umwidmung verloren gehen, werden wir mit der Landesregierung über ein Zweckentfremdungsverbot sprechen."

Vor allem über die Plattform "Airbnb" wird gern vermietet.
Vor allem über die Plattform "Airbnb" wird gern vermietet.  © imago images/Schöning

Derzeit haben Städte und Gemeinden noch keine rechtliche Handhabe, um eine Umnutzung zu verhindern.

Titelfoto: Ove Landgraf

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