Wo ist denn das Wasser hin? Gewässer in Großhartau liegen auf dem Trockenen

Großhartau - Im Westen Großhartaus liegen zwischen Schwarzer Röder der Große und Kleine Röderteich auf dem Trockenen.

Die Wasserzuläufe, Wehre und auch die Deiche müssen grundlegend erneuert werden.
Die Wasserzuläufe, Wehre und auch die Deiche müssen grundlegend erneuert werden.  © Thomas Türpe

Allerdings nicht wegen der Hitze oder Wassermangels, sondern weil der Naturschutzbund (NABU) Sachsen die Gewässer sanieren und in Biotope verwandeln möchte.

Der NABU ist der Eigentümer der Röderteiche und will sie als Lebensraum für Flora und Fauna wiederherstellen.

"Die Bauwerke zur Regulierung der Teiche einschließlich des Stauwehres in der Schwarzen Röder sind schon seit Langem baufällig und können ihren Zweck nicht mehr erfüllen", sagt Sachsens NABU-Chefin Susanne Wenzlaff (56).

"Auch die Erddämme zwischen der Schwarzen Röder und dem Kleinen sowie Großen Röderteich sind durch Erosionsvorgänge stark geschwächt und teilweise unterspült, was die Standsicherheit gefährdet."

Neben der Erneuerung der Zu- und Ausläufe soll der Kleine Röderteich auch entschlammt werden. 

Zudem wird durch Rückbau des Wehres das Wasser künftig nicht mehr dauerhaft angestaut werden, sondern fließen, was ökologisch nützlicher ist.

Diese trockengelegte "Wiese" war mal ein Teich und wird nun ein Wasserbiotop für seltene Tierarten.
Diese trockengelegte "Wiese" war mal ein Teich und wird nun ein Wasserbiotop für seltene Tierarten.  © Thomas Türpe

Abgefischt wurden die Teiche bereits. Über den Fluss werden die Fische später automatisch wieder zurückkehren. Das künftige Teich-Biotop (mehr als fünf Hektar) wird gefährdeten Amphibienarten wie Kammmolch, Rotbauchunke und Knoblauchkröte mehr Lebensraum bieten. Die Arbeiten sollen im August beginnen, werden vom Freistaat gefördert.

Titelfoto: Thomas Türpe

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