Nach Ärger um "Kracht-Brunnen": Spendengelder dürfen wieder sprudeln

Dresden - Aufregung im Rathaus: Nachdem Finanzbürgermeister Peter Lames (56, SPD) sich unfreundlich über eine Spendenaktion für den "Kracht-Brunnen" am Neustädter Markt geäußert hatte, springt nun die Umweltbürgermeisterin der Bürgerinitiative bei.

Alexander Heber (37) und Erika Schmidt (76) engagieren sich für den "Kracht-Brunnen" am Neustädter Markt.
Alexander Heber (37) und Erika Schmidt (76) engagieren sich für den "Kracht-Brunnen" am Neustädter Markt.  © Thomas Türpe

Rückblick: Seit Sommer sammelt die Initiative "Neustädter Freiheit" Geld, damit der arg ramponierte "Kracht-Brunnen" wieder sprudeln kann.

Finanzchef Lames teilte dazu in einer Stellungnahme an Stadträte mit, die Spendenaktion sei "ohne Abstimmung mit der Stadtkämmerei im Internet mit Angabe des städtischen Spendenkontos veröffentlicht" worden. Die Spenden würden daher nur "verwahrt".

Dagegen wehrt sich jetzt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (55, Grüne).

Demnach habe es eine "Wissenslücke" im Rathaus gegeben.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (55, Grüne) unterstützt die Bürgerinitiative.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (55, Grüne) unterstützt die Bürgerinitiative.  © Ove Landgraf

"Ich hatte die Verwendung der Kontonummer des Spendenkontos genehmigt und darüber den OB und den Finanzbürgermeister ausdrücklich informiert", so Frau Jähnigen.

Die Spenden seien wichtig, weil "verwaltungsintern bereits abgestimmt ist, dass wir die Sanierung der Brunnen im kommenden Jahr untersuchend vorbereiten". Das Geld würde daher dringend gebraucht.

"Daran will ich jeden Zweifel ausräumen."

Titelfoto: Thomas Türpe

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