Nach dem Lockdown: Politiker fordert Ende der Zettelwirtschaft

Dresden - Noch ist Dresden mitten im Lockdown. Für die Zeit danach fordert die CDU nun vom Rathaus Konzepte und will dabei vor allem auf Digitalisierung zur Verbesserung der Kontaktverfolgung setzen.

CDU-Stadtrat Steffen Kaden (50) fordert ein Ende der Zettelwirtschaft bei der Kontaktnachverfolgung.
CDU-Stadtrat Steffen Kaden (50) fordert ein Ende der Zettelwirtschaft bei der Kontaktnachverfolgung.  © Thomas Türpe

"Mit der Zettelwirtschaft, mit der im Herbst die Restaurants ihre Besucher registrierten, kann keine erfolgreiche Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt sichergestellt werden", sagt CDU-Stadtrat Steffen Kaden (50).

Stattdessen sollen die vorhandenen elektronischen Systeme genutzt werden.

"Damit erhalten Restaurants eine Perspektive für ein Arbeiten nach der Öffnung. Und das Gesundheitsamt erhält raschen Zugriff auf digitalisierte Daten."

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Derzeit erhalten Kontaktpersonen ihre Quarantänebescheide vom Amt zum Teil erst Wochen nach dem darin angeordneten Zeitraum.

Digitale Alternativen gibt es bereits, auch aus Dresden.
Digitale Alternativen gibt es bereits, auch aus Dresden.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

CDU-Fraktionschef Peter Krüger (60) fordert den OB zudem auf, seine Verwaltung zu ermutigen, vorausdenkende Entscheidungen zu treffen.

Verbesserungsbedarf sieht Krüger auch bei der Informationspolitik.

"Je länger diese Krise dauert, desto wichtiger ist es, die Maßnahmen nachvollziehbar zu begründen."

Titelfoto: Thomas Türpe

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