Nach Juwelenraub im Grünen Gewölbe: Ermittlungen gegen Wachmänner

Dresden - Wie die Bild-Zeitung berichtet, werden im Fall des Dresdner Juwelen-Raubes laut Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (44) "Ermittlungen gegen vier Wachschutzbedienste geführt". So werde den beiden Wachleuten, die zur Tatzeit im Dienst waren, vorgeworfen, "im Zusammenhang mit dem Einbruch nicht adäquat reagiert und den Diebstahl" verhindert zu haben.

Polizisten verlassen das Dresdner Schloss. Beim spektakulären Einbruch in das Grüne Gewölbe waren am 25. November 2019 wertvolle Juwelen gestohlen worden.
Polizisten verlassen das Dresdner Schloss. Beim spektakulären Einbruch in das Grüne Gewölbe waren am 25. November 2019 wertvolle Juwelen gestohlen worden.  © DPA/Robert Michael

Stärker ins Visier der Ermittler gerieten die zwei anderen Sicherheitsleute. Die Staatsanwaltschaft schrieb der Bild-Redaktion: "Eine dieser Personen wurde am 29. November 2019 vorläufig festgenommen.

Dieser Person liegt zur Last, die Haupttäter unterstützt zu haben, indem sie diesen Unterlagen zu den Räumlichkeiten des Grünen Gewölbes und zu den Sicherheitssystemen übergeben haben soll."

Und weiter: "Außerdem steht eine Handlung in Bezug auf die Alarmanlage in Rede, durch die der Diebstahl begünstigt worden sein könnte."

Bei der Wohnungsdurchsuchung seien jedoch keine relevanten "Gegenstände in Bezug auf den Einbruch im Grünen Gewölbe" entdeckt worden. Der Haftbefehl wurde aufgehoben. 

Beim zweiten Wachmann, dessen Wohnung ebenfalls ohne Ergebnis durchsucht wurde, steht "eine Handlung in Bezug auf die Alarmanlage in Rede".

Konkreter wollen die Ermittler gegenüber der Bild-Zeitung nicht werden, da es sich um Täterwissen handeln könnte.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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