Nach Polizei-Einsatz an der Uniklinik: Kretschmer dankt Studierenden für ihre Aktion

Dresden - Sie forderten "Impfen statt Schimpfen": Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) hat den Medizinstudierenden der TU Dresden für ihre Aktion gegen den Corona-Protest am gestrigen Donnerstagabend gedankt.

Michael Kretschmer (46, CDU) stellt sich hinter die Medizinstudenten, die gegen "Querdenker" und Pandemie-Leugner protestiert haben.
Michael Kretschmer (46, CDU) stellt sich hinter die Medizinstudenten, die gegen "Querdenker" und Pandemie-Leugner protestiert haben.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Ein klares und wichtiges Statement der Studierenden der @Medizin_TUD", schrieb der CDU-Politiker am Freitag auf seinem Twitter-Account und setzte ein "Danke!" dahinter.

Dazu postete er ein Bild der Aktion von Donnerstagabend. Teilnehmer halten darauf ein Transparent mit der Aufschrift: "Sachsen lasst Euch impfen." (Rechtschreibung übernommen)

Die Polizei hat unterdessen 22 Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Beteiligte eingeleitet. Sie sah Verstöße gegen die Corona-Regeln.

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Die angehenden Mediziner erlebten täglich, "dass nicht Maßnahmen gegen das Virus das Problem sind, sondern das Virus selbst", schrieb Kretschmer. Dazu setzte er unter anderem den Hashtag #ImpfenStattSchimpfen.

Das Dresdner Uniklinikum war am Donnerstag Ziel der angeblichen "Spaziergänger". Die Studentinnen und Studenten hatten sich schützend davorgestellt.

Polizei sei gegen "Spaziergänger" und Gegendemonstranten gleichermaßen konsequent vorgegangen

Dutzende Studenten und Klinik-Angestellte hatten sich vor dem Universitätsklinikum positioniert und unter anderem "Impfen statt Schimpfen" gefordert.
Dutzende Studenten und Klinik-Angestellte hatten sich vor dem Universitätsklinikum positioniert und unter anderem "Impfen statt Schimpfen" gefordert.  © Norbert Neumann

Dass die Polizei auch Personalien der Studierenden aufgenommen hat, sorgte für heftige Kritik in den sozialen Netzwerken.

Ein Polizeisprecher sagte dazu: "Unabhängig der politischen Motivation ist die Polizei an Recht und Gesetz gebunden."

Die Beamten seien dazu angehalten gewesen, die zu diesem Zeitpunkt geltende Corona-Notfallverordnung durchzusetzen. Bis Donnerstag waren in Sachsen nur maximal zehn Teilnehmer bei einer Demo erlaubt.

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Auch gegen den Protest gegen die Corona-Maßnahmen waren die Beamten nach Einschätzung eines dpa-Reporters konsequent vorgegangen.

Titelfoto: Norbert Neumann und Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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