Nach Räumungs-Anweisung durch die Stadt: Sarrasani läuft die Zeit davon

Dresden - Was nun? Das ist die große Frage, vor der Magier André Sarrasani (47) steht. Die Stadt hat den Abbau seines schon errichteten Varieté-Zeltes an der Marienbrücke verfügt und will wissen, bis wann der Abbau realisiert werden kann (TAG24 berichtete). Jetzt spricht Sarrasani, sagt, wie es weitergeht.

Varieté-Chef André Sarrasani (47) will unbedingt spielen - die Frage ist nur, wo?
Varieté-Chef André Sarrasani (47) will unbedingt spielen - die Frage ist nur, wo?  © Eric Münch

André Sarrasani zeigt sich enttäuscht vom Vorgehen der Stadt: "Das ist wie ein Schlag ins Gesicht, dass mich die Stadt so auflaufen lässt. Seit Februar ist der Standort bekannt." 

Er kritisiert: "Wenn es Beanstandungen bei Brand- oder Hochwasserschutzmaßnahmen gibt, finden wir Lösungen. Wir suchen noch immer das Gespräch mit der Stadt."

Parallel dazu prüft Sarrasani andere Standort-Optionen. "Uns riefen sofort viele Fans, Unternehmen und Sponsoren an. Alle wollten helfen." 

Muss Sarrasani tatsächlich abbauen, hat er drei andere Plätze im Blick: im Ostragehege, in der Friedrichstadt und in Pieschen. "Allerdings muss schnell eine Lösung her. 

"Zehn Tage Verzug beim Aufbau sind drin, aber spätestens nächste Woche muss eine Entscheidung fallen."

Schützenhilfe von den Freien Wählern

Geht es noch dem Willen der Stadt, muss Sarrasani sein gerade aufgestelltes Zelt an der Marienbrücke wieder abbauen.
Geht es noch dem Willen der Stadt, muss Sarrasani sein gerade aufgestelltes Zelt an der Marienbrücke wieder abbauen.  © Thomas Türpe

Deshalb will Sarrasani nicht nur abwarten. "Ich schreibe an den Oberbürgermeister einen Brief."

Schützenhilfe bekommt Sarrasani von den Freien Wählern, deren Fraktion am Donnerstag einen entsprechenden Eilantrag im Stadtrat einbringen will. 

"In Zeiten der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg hat die Stadt Dresden nichts Besseres zu tun, als ein Traditionsunternehmen zu gängeln. Aktive Wirtschaftsförderung heißt, Dinge möglich machen, Wege zu suchen und nicht zu verbieten", so Fraktions-Chef Jens Genschmar (51).

Titelfoto: Montage: Thomas Türpe, Eric Münch

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