Nach Stadtratsbeschluss: Wo bleiben die Lüfter und CO2-Ampeln für Schulen?

Dresden - Am Montag geht die Schule wieder los. Damit der Unterricht für alle Beteiligten möglichst gefahrlos stattfinden kann, hat der Stadtrat Anfang März umfangreiche Maßnahmen beschlossen. Dazu zählt neben der Bereitstellung von Schnelltests auch die Ausstattung von Schulen und Kitas mit CO2-Ampeln.

Am Montag geht die Schule wieder los. Allerdings noch ohne CO2-Ampeln und Lüfter.
Am Montag geht die Schule wieder los. Allerdings noch ohne CO2-Ampeln und Lüfter.  © picture alliance/dpa/Ottobock

Schulen, bei denen sich die Fenster in Gemeinschaftsräumen nicht ausreichend öffnen lassen, sollen zusätzlich Lüftungsanlagen erhalten.

Bis die Technik da ist, wird es aber wohl noch dauern. Denn bisher wurde lediglich der Bedarf ermittelt. Wie der Geschäftsbereich von Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (52, CDU) mitteilt, soll jede Kita mit zwei CE-zertifizierten und in Deutschland hergestellten CO2-Ampeln versorgt werden. Kosten: circa 50.000 Euro.

Für die 149 Schulen sollen jeweils 30 Geräte angeschafft werden. Das könnte nach Angaben des Rathauses mehr eine Million Euro kosten.

Selbst wenn das Geld bereitgestellt wird, wird der Kauf noch eine Weile dauern.

"Die kalkulierten Stückzahlen und ermittelten Preise bedingen eine europaweite Ausschreibung", heißt es aus dem Rathaus. Und die dauert.

Bei den Lüftungsanlagen wird es auch nicht schneller gehen. Dafür hat Ende März eine Befragung stattgefunden. "Im Ergebnis haben 20 Schulen Bedarfe in einzelnen Räumen angezeigt, die nun weiter verifiziert werden", schreibt die Verwaltung.

Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (52, CDU).
Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (52, CDU).  © Norbert Neumann

Statt dafür einfach Geräte zu kaufen, soll zunächst eine "lüftungstechnische Gebäudeanalyse" und die "Erarbeitung von Maßnahmevorschlägen" beauftragt werden - wenn dafür Geld da ist.

Titelfoto: picture alliance/dpa/Ottobock

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