Nach Striezelmarkt-Aus: Händler zieht mit seiner Hütte an den Albertplatz

Dresden - Aufgeben ist für Manuel Metzner (34) keine Option. Nachdem der Freistaat am Freitag alle Weihnachtsmärkte verboten hat und der Händler von Wurst- und Käsespezialitäten seinen Stand auf dem Striezelmarkt deshalb nicht öffnen darf, hat er sich kurzerhand einen neuen Standort gesucht.

Manuel Metzner (34) kann seine Spezialitäten nun vor dem Simmel-Center verkaufen.
Manuel Metzner (34) kann seine Spezialitäten nun vor dem Simmel-Center verkaufen.  © Steffen Füssel

Fündig wurde er vor dem Simmel-Center am Albertplatz.

Dort darf seine Bude jetzt bis Heiligabend stehen. "Ich muss wenigstens einen Teil meiner Ware verkaufen. Es würde mir in der Seele wehtun, die Sachen zu vernichten", sagt Metzner.

Ganz abgesehen vom finanziellen Schaden. Immerhin hat er für sein Sortiment, das auf sechs Weihnachtsmärkten verkauft werden sollte, nach eigenen Angaben 100.000 Euro investiert.

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Für den Umzug der Bude kommen nun noch weitere Kosten hinzu. So musste die Holzhütte, die auf dem Altmarkt zwischen anderen eingebaut war, mit einem Kran herausgehoben werden. Im Rathaus habe er zuvor niemanden erreicht.

"Ich habe nichts erfahren, wie der Rückbau des Marktes ablaufen soll", ärgert sich Metzner.

Um die Bude vom Altmarkt abtransportieren zu können, kam ein extra organisierter Kran zum Einsatz.
Um die Bude vom Altmarkt abtransportieren zu können, kam ein extra organisierter Kran zum Einsatz.  © Steffen Füssel

Für eine zweite Bude hat er auch bereits einen neuen Standort gefunden. Die ist jetzt vom Weihnachtsmarkt Pirna zum Kaufpark Nickern umgezogen.

Titelfoto: Steffen Füssel

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