Neubauviertel am "Maritim": Jetzt mischen die Denkmalpfleger mit

Dresden - Der geplante Neubau des Freistaats zwischen dem Haus der Presse und dem Maritim-Hotel sorgt weiter für Diskussionen. Und das sogar zwischen einzelnen Institutionen des Freistaats.

Auf dieser Fläche soll bis 2025 der Neubau des Freistaates entstehen.
Auf dieser Fläche soll bis 2025 der Neubau des Freistaates entstehen.  © Holm Helis

Das wurde in der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses deutlich. Der Knackpunkt ist die geplante Gebäudehöhe von 29 Metern.

Die hatte bereits Anfang März zu einer Vertagung und Überprüfung der Sichtbeziehungen aus dem Zwinger geführt (TAG24 berichtete).

Die wurden nun von Ulf Nickol (55), Dresden-Chef des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), vorgestellt. Ergebnis: Wenn der Neubau nicht höher als 29,6 Meter wird, ist er vom Dresdner Wahrzeichen nicht zu erkennen. Das gleiche gilt für den Blick von der Marienbrücke.

Für Steffen Dörfel vom Landesamt für Denkmalpflege wäre ein so hohes Gebäude jedoch "eine gravierende Verletzung der Stadt". Die Denkmalpfleger könnten deshalb keiner Bebauung über 23 Meter zustimmen und selbst diese sei schon grenzwertig.

Der Freistaat hat sich unterdessen bereits für einen Entwurf entschieden, der aber noch nicht öffentlich gezeigt werden könne, wie Nickol erklärte.

So stellen sich die Planer Dresdens neues Regierungsviertel vor.
So stellen sich die Planer Dresdens neues Regierungsviertel vor.  © Visualisierung: Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH

Weil die Ausschussmitglieder diesen sowie eine weitere Visualisierung mit Blick von der Augustusbrücke sehen wollen, wurde der Beschluss auf die nächste Sitzung Ende des Monats vertagt.

Titelfoto: Holm Helis

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