Neue Hoffnung für den Citybeach

Dresden - Hat der Stadtrat letzte Woche auch die Rettung des Citybeachs beschlossen? Auf CDU-Antrag hin entschied der Rat, dass im Rathaus wegen der Coronakrise alle "Ermessensspielräume" im Sinne der Gastronomen genutzt werden sollen. Die FDP sieht darin die Chance, einen aussichtslosen Kampf doch noch zu gewinnen.

Stadtrat Robert Malorny (40, FDP) hat einen neuen Plan, um den Citybeach zu retten.
Stadtrat Robert Malorny (40, FDP) hat einen neuen Plan, um den Citybeach zu retten.  © Petra Hornig

Rückblick: Der Citybeach am Elberadweg ist auf die Freiflächen Richtung Elbe angewiesen. Seit 2005 genehmigt die Stadt dort regelmäßig 50 Plätze. Doch dieses Jahr schob das Umweltamt zum Schutz der Wiesen einen Riegel vor.

Eine Petition für den Citybeach wurde 6 000-mal unterzeichnet. Die FDP wollte per Rats-Antrag eine entsprechende Entscheidung herbeiführen, aber die Verwaltung wertete diesen als unzulässig. 

"Dagegen könnten wir klagen. Doch bis eine Entscheidung fällt, ist es zu spät", so FDP-Stadtrat Robert Malorny (40). 

Darum hat er den Rats-Beschluss von letzter Woche genau studiert. "Da wurde beschlossen, dass Gastronomen nicht nur die Gebühren für Sondernutzungen erlassen werden." Die Verwaltung wurde zudem aufgefordert, ihren Ermessensspielraum so auszuschöpfen, dass neue Flächen vor Restaurants kurzfristig genehmigt werden können. 

"So ein Ermessen liegt am Citybeach vor. 15 Jahre hat die Verwaltung für den Gastronomen entschieden, jetzt gegen ihn. Ich fordere die Stadt auf, nun - wie vom Rat beschlossen - kreativ dafür zu stimmen."

Citybeach-Chef Frank Weißbach (42): "Sollte es noch eine Chance geben, wäre das super. Wir sind bereit, über Kompromisse zu sprechen." 

Elbmüll-Sammler bekommen Unterstützung vom Rathaus

Heike Brauer (45) von "Wir lieben Elbe" sammelt mit ihren Mitstreitern regelmäßig Müll am Elbufer, den andere hinterlassen haben.
Heike Brauer (45) von "Wir lieben Elbe" sammelt mit ihren Mitstreitern regelmäßig Müll am Elbufer, den andere hinterlassen haben.  © Steffen Füssel

Kleiner Erfolg nach Protesten: Die Umweltaktivisten von "Wir lieben Elbe" machten erst kürzlich auf die Müllsituation entlang der Elbe in Pieschen und Mickten aufmerksam. Nun bekamen sie Unterstützung aus dem Rathaus.

"Dank des Artikels und unserer Postings in den sozialen Medien werden die Papierkörbe entlang der Kötzschenbroder Straße nun unter der Woche täglich geleert", sagt Heike Brauer (45) von der Initiative "Wir lieben Elbe".

Das Problem an sich, dass die Elb-Besucher ihren Müll zurücklassen, bleibt aber.

"Ich habe auch das Gespräch zum Watzke-Team und den umliegenden Gastro-Betreibern gesucht", so Brauer. "Wir wollen, dass mehr Möglichkeiten geschaffen werden, den Müll der To-go-Gerichte zu entsorgen." 

Außerdem haben die Umweltschützer kleine Plakate gemalt und sie entlang des Elbe-Abschnitts verteilt. 

"Darauf weisen wir noch mal darauf hin, dass unsere Elbe ein Schutzgebiet ist und Müll, für den kein Platz mehr im Mülleimer ist, mit nach Hause genommen werden muss." 

Titelfoto: Petra Hornig

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