Neue Idee für alte Relikte: DDR-Baukunst soll an den Ferdinandplatz

Dresden - Für 140 Millionen Euro baut sich die Stadt am Ferdinandplatz ein neues Rathaus. Der Parkplatz wurde bereits abgerissen, momentan graben die Archäologen. 

Das Lapidarium in der ehemaligen Zionskirche.
Das Lapidarium in der ehemaligen Zionskirche.  © Eric Münch

Ein Stadt-Forscher kämpft darum, dass auf den geplanten Freiflächen Zeugnisse des alten Dresdens gezeigt werden. Jetzt gibt es einen wichtigen Teilerfolg.

Seit Jahren setzt sich "Mister Gorbitz" Mathias Körner (42) für den Erhalt der DDR-Baukunst im Stadtbild ein. Seinen Vorschlag, im Lapidarium der Stadt eingelagerte Zeugnisse vergangener Zeiten in den geplanten Neubau zu integrieren, wies die Stadt zuerst brüsk zurück. 

Dies sei "wirtschaftlich nicht vertretbar" und würde obendrein Planungen gefährden. Doch der Druck wuchs, SPD und die Linken im Rat schalteten sich ein und prompt begann ein Umdenken in der Verwaltung. 

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne): "Wir prüfen, ob wir bei der Freiflächengestaltung und einem auf der Fläche geplanten Brunnen original erhaltene Bauteile aus dem Lapidarium einordnen können." Das soll nun zusammen mit der Gestaltungskommission diskutiert werden.

Für 140 Millionen Euro wird auf dem Ferdinandplatz ein neues Rathaus gebaut.
Für 140 Millionen Euro wird auf dem Ferdinandplatz ein neues Rathaus gebaut.  © Holm Helis

"Es lohnt sich, Ideen an die Verwaltung heranzutragen. Schön wäre ein Bezug zum Robotron-Gelände. Baubezogene Kunst von dort lagert im Lapidarium", so Körner.

Titelfoto: Holm Helis

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