Neuer Callboy für die Elefantendamen: Jetzt ist Wildfang "Tonga" am Start

Dresden - Keine Woche ist seit Tembos (34) Abreise nach Wien vergangen, da reist schon der neue "Callboy" Tonga (32) für Dresdens Elefantendamen Mogli (26), Sawu (25) und Drumbo (29) aus dem Serengeti-Park in Hodenhagen an.

Tonga nutzt jede Chance, heißt es.
Tonga nutzt jede Chance, heißt es.  © Serengeti-Park Hodenhagen

Gegen Mittag startete am Montag der Transport. "Die Vorbereitungen verliefen problemlos", so Zooinspektor Helmar Pohle (52). Der ehemalige Zirkuselefant hat - wie Tembo - seine besten Jahre hinter sich und muss nun einem Jungbullen in Hodenhagen Platz machen.

In 19 Jahren im Serengeti-Park zeugte Tonga nur zweimal Nachwuchs (2006, 2009), in Dresden hofft man trotzdem auf Elefantenbabys. 

Nicht unbegründet: "Er lässt keine Chance aus", verrät Serengeti-Park-Sprecherin Asta Knoth über Tongas Liebesleben.

Der Bulle gilt als sehr männlich in seinem Verhalten. Zudem ist er sehr groß (über drei Meter Schulterhöhe) und wiegt sechs Tonnen. Auch Elefantendamen sollen starke Männer mögen.

Obwohl Tonga im Serengeti-Park ansonsten als "ausgeglichen und ruhig" galt, mag er Dinge, die größer als er selbst sind, nicht (beispielsweise große Autos). "Dann wirft er schon mal einen Stein", so Knoth.

Die Dresdnerinnen Mogli und Drumbo warten schon.
Die Dresdnerinnen Mogli und Drumbo warten schon.  © Holm Helis

Das hat er am Montag nicht getan, als er nach rund acht Stunden Fahrt in Dresden ankam. Zu sehen sein wird Tonga in den ersten Tagen der Eingewöhnung noch nicht. 1989 war er in Südafrika eingefangen und nach Europa gebracht worden. Heute sind sogenannte Wildfänge verboten.

Titelfoto: Serengeti-Park Hodenhagen

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