Neuer Dresdner Frauenkirchenpfarrer will "Gott und die Welt miteinander ins Gespräch bringen"

Dresden - Vier Monate nach seiner Berufung durch die evangelische Landeskirche Sachsens übernimmt Markus Engelhardt die zweite Pfarrstelle an der Dresdner Frauenkirche.

Die undatierte Aufnahme zeigt den Freiburger Pfarrer Markus Engelhardt, der die zweite Pfarrstelle an der Dresdner Frauenkirche übernimmt.
Die undatierte Aufnahme zeigt den Freiburger Pfarrer Markus Engelhardt, der die zweite Pfarrstelle an der Dresdner Frauenkirche übernimmt.  © Timo Sorg/Stiftung Frauenkirche Dresden/dpa

Der aus Freiburg (Baden-Württemberg) stammende Theologe wird am 9. Mai ins Amt eingeführt. Abhängig vom Infektionsgeschehen ist ein Präsenzgottesdienst in kleinem Rahmen geplant, der per Livestream übertragen wird, wie eine Sprecherin der Stiftung Frauenkirche am Montag sagte.

Der 59-Jährige wird Nachfolger von Sebastian Feydt, der seit Herbst 2020 Superintendent des Kirchenbezirks Leipzig ist.

Engelhardt wuchs in einer Pfarrerfamilie in Heidelberg auf und studierte in Bern (Schweiz), Erlangen und Tübingen. Seine erste Pfarrstelle hatte er in Konstanz am Bodensee, 2007 wurde er zum Dekan des Stadtkirchenbezirks Freiburg gewählt.

An seiner neuen Wirkungsstätte, die er bei seiner Berufung im Dezember 2020 als "faszinierenden Ort" bezeichnete, will Engelhardt "Gott und die Welt miteinander ins Gespräch bringen". Er ist mit einer Pfarrerin verheiratet.

Die im 18. Jahrhundert erbaute Dresdner Frauenkirche wurde im Februar 1945 zerstört und nach 1990 auch mit Hilfe von Spenden aus aller Welt wiederaufgebaut. Sie gilt als Symbol für Frieden und Versöhnung und hat keine eigene Gemeinde, sondern verbindet Menschen aus nah und fern täglich neu in Andacht und Gebet.

Tobias Bilz (l.), Landesbischof der Evangelischen Landeskirche Sachsen, und Pfarrer Joachim Zirkler sprechen in der Frauenkirche bei einer Andacht der Pandemie-Opfer in der Corona-Krise zu den Besuchern.
Tobias Bilz (l.), Landesbischof der Evangelischen Landeskirche Sachsen, und Pfarrer Joachim Zirkler sprechen in der Frauenkirche bei einer Andacht der Pandemie-Opfer in der Corona-Krise zu den Besuchern.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Neben der Friedens- und Versöhnungsarbeit ist die Frauenkirche auch Ort gesellschaftspolitischer Diskurse sowie eines reichen Musiklebens. Seit Ende 2016 gibt es mit Angelika Behnke erstmals eine Pfarrerin an dem prominenten Gotteshaus.

Titelfoto: Timo Sorg/Stiftung Frauenkirche Dresden/dpa

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