Neuer Verfassungsschutz-Chef will früh vor Extremismus warnen

Dresden - Der neue Präsident des sächsischen Verfassungsschutzes, Dirk-Martin Christian, will mit seiner Behörde künftig frühzeitiger auf extremistische Tendenzen im Freistaat aufmerksam machen.

Seit Anfang Juli ist Dirk-Martin Christian Präsident des sächsischen Verfassungsschutzes.
Seit Anfang Juli ist Dirk-Martin Christian Präsident des sächsischen Verfassungsschutzes.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Ich habe mir zum Ziel gesetzt, dass die Analysefähigkeit des Amtes besser wird", sagte er dem MDR am Dienstag.

Man müsse zusehen, dass die gewonnenen Informationen schneller an Politik, Innenministerium und Kommunen gelangen, sagte er. Es dürfe nicht sein, dass ein Bürgermeister erst aus der Zeitung von extremistischen Entwicklungen erfahre.

Erwiesene Rechtsextremisten versuchen ihm zufolge, in Ostdeutschland Fuß zu fassen, indem sie etwa Immobilien aufkaufen und versuchen, "ihre Gesinnungsleute unterzubringen".

Vorrangiges Ziel seiner Behörde müsse sein, solche Tendenzen frühzeitig zu erkennen, sagte Christian.

Dass es in Sachsen ein "großes Problem" mit Rechtsextremismus gebe, sei bekannt. Christian mahnte aber auch vor der "sehr ernst zu nehmenden" linksextremistischen Szene, "vor allem in Leipzig".

Dirk-Martin Christian hat am 1. Juli 2020 das Amt als Präsident des sächsischen Verfassungsschutzes von seinem Vorgänger Gordian Meyer-Plath übernommen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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