Neues Verwaltungszentrum: Diesen Entwurf wünschen sich die Dresdner

Dresden - Das Votum der Dresdner ist eindeutig. Im Dezember wollte das Rathaus von den Bürgern in einer Online-Umfrage wissen, wie ihnen die Entwürfe für das neue Verwaltungszentrum auf dem Ferdinandplatz gefallen. Dabei liegt der sogenannte "Wettbewerbsbeitrag Nr. 1" mit der großen Öffnung in Richtung der St. Petersburger Straße in der Gunst weit vorn.

Baubürgermeister Stephan Kühn (41, Grüne) hat die Ergebnisse der Bürgerbefragung vorgestellt.
Baubürgermeister Stephan Kühn (41, Grüne) hat die Ergebnisse der Bürgerbefragung vorgestellt.  © Eric Münch

Das geht aus den Ergebnissen hervor, die gestern von Baubürgermeister Stephan Kühn (41, Grüne) vorgestellt wurden.

Demnach gefällt knapp 60 Prozent der rund 5 900 Teilnehmer (darunter 80 Prozent Dresdner) dieser Entwurf sehr gut bzw. gut. Besonders markant: Ab der dritten Etage zur St. Petersburger Straße hin zeigt die Fassade eine riesige Öffnung, die den Blick auf einen Dachgarten freigibt.

Der Entwurf des zweiten Bieters gefällt nur 28 Prozent der Befragten. Auch in bei der Bewertung der Größe, Form und Fassadengestaltung überwiegen bei Entwurf 1 die positiven Einschätzungen deutlich.

Die Entscheidung ist damit aber noch nicht gefallen. Die trifft am 25. Januar eine Jury, der neben OB Dirk Hilbert (49, FDP) und Stephan Kühn auch der Finanzbürgermeister, die Umweltbürgermeisterin, die Amtsleiter des Stadtplanungs- und des Hochbauamtes sowie jeweils ein Vertreter aller Stadtratsfraktionen angehören.

"Der Jury wird die Auswertung der Umfrage übermittelt, aber sie ist in ihrer Entscheidung vollkommen frei", so Kühn.

Knapp 60 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gefällt der Entwurf mit der großen Öffnung in der Fassade.
Knapp 60 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gefällt der Entwurf mit der großen Öffnung in der Fassade.  © Landeshauptstadt Dresden

Die Baukosten-Obergrenze von 116 Millionen Euro soll zwingend eingehalten werden

Auf dem Ferdinandplatz laufen derzeit noch die letzten archäologischen Untersuchungen.
Auf dem Ferdinandplatz laufen derzeit noch die letzten archäologischen Untersuchungen.  © Steffen Füssel

Die Bewertungskriterien stehen allerdings fest.

Demnach fließen Themen wie die Architektur, die Gestaltung moderner Arbeitswelten oder Ökologie und Energie in unterschiedlicher Gewichtung ein.

Der Baupreis macht dabei 30 Prozent aus. Allerdings unterscheiden sich die beiden Entwürfe laut Kühn preislich nur minimal.

Die Baukosten-Obergrenze von 116 Millionen Euro musste zwingend eingehalten werden.

Die preisliche Bindung gilt noch bis Ende März. Deshalb soll der Zuschlag noch im ersten Quartal erteilt werden. Dann beginnt direkt die Planungsphase.

Der Baubeginn ist für 2022 und der Einzug für 2025 geplant.

Derzeit werden auf der Baustelle die archäologischen Arbeiten abgeschlossen. Bis März sollen die gefundenen Keller beseitigt werden.

So könnte der Blick über den Ferdinandplatz zum Haupteingang des Verwaltungszentrums aussehen.
So könnte der Blick über den Ferdinandplatz zum Haupteingang des Verwaltungszentrums aussehen.  © Landeshauptstadt Dresden

Und das "alte" Rathaus zieht die Sanierung vor

Ab Montag wird am Dresdner Rathaus wieder gewerkelt.
Ab Montag wird am Dresdner Rathaus wieder gewerkelt.  © Steffen Füssel
Dieser Lastenaufzug wird erneuert.
Dieser Lastenaufzug wird erneuert.  © Steffen Füssel
Die Rathaus-Fassade wird "statisch konstruktiv saniert".
Die Rathaus-Fassade wird "statisch konstruktiv saniert".  © Steffen Füssel

Auch am "alten" Neuen Rathaus wird ab Montag wieder gewerkelt.

Um die Verkehrssicherheit des teilweise unsanierten Gebäudes zu gewährleisten, werden einzelne Punkte der ab 2027 geplanten Komplexsanierung vorgezogen. Das hat auch Auswirkungen auf Besucher.

So muss, um die Baustelleneinrichtung zu ermöglichen, der vor dem Rathaus liegende Teil des Dr.-Külz-Rings von Mitte Februar bis Ende 2022 für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.

Der Zugang ist während der gesamten Bauarbeiten weiterhin möglich. Dafür wird im Februar ein Schutzdach über dem Haupteingang und eine vorgelagerte Rampe zur Erschließung für Rollstuhlfahrer gebaut.

Hintergrund der Bauarbeiten: Im vierten Obergeschoss müssen dringend notwendige Brandschutzanforderungen erfüllt werden. Fenster werden ausgetauscht, das Dach wird in Teilen neu gedeckt. Die Fassade zur Straße hin wird saniert.

Titelfoto: Landeshauptstadt Dresden

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